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Altenburg Kindersegen in Pleißenaue: Kitas brauchen Ausnahmegenehmigung
Region Altenburg Kindersegen in Pleißenaue: Kitas brauchen Ausnahmegenehmigung
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00:21 09.07.2018
Jede Menge Leben herrscht in der Kita „Am Märchenwald“ in Fockendorf. Die Einrichtung ist so beliebt, dass sie nun eine Ausnahmegenehmigung beantragen muss. Quelle: Mario Jahn
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Fockendorf

Demografischer Wandel, Kinderschwund, verwaisende Dörfer: Während in großen Teilen des ländlichen Raums das Leben eher weniger pulsiert, sieht die Sache in den Gemeinden der VG Pleißenaue offenbar ganz anders aus. Insbesondere in den Kitas zeichnet sich eine positive Entwicklung ab.

Starker Zuzug in Fockendorf

Besonders deutlich wird der Trend in Fockendorf. In der örtlichen Kita „Am Märchenwald“ dürfte es in den kommenden Monaten ein wenig voller als gewohnt werden. Fünf zusätzliche Kinder sollen nach derzeitigem Stand perspektivisch in der Einrichtung aufgenommen werden, teilt Leiterin Sylke Bauer auf Nachfrage mit. Ausgelegt ist die Kita nach aktueller Betriebserlaubnis auf 45 Kinder, davon zwölf im Alter unter zwei Jahren. Mit den Neuzugängen würde man insgesamt 49 Kinder betreuen.

Der Grund für den gestiegenen Platzbedarf ist dabei ein durchaus erfreulicher. „Wir verzeichnen derzeit für unsere Verhältnisse einen großen Zuzug, es werden viele Häuser gebaut, gerade junge Leute ziehen her“, freut sich Bauer mit Blick aufs Dorf.

Ausreichende Personaldecke

Um der größeren Nachfrage Rechnung tragen zu können, habe man bereits die entsprechenden Schritte in die Wege geleitet, berichtet Kathrin Scheibner, zuständige Sachbearbeiterin bei der VG Pleißenaue. „Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung ist beantragt“, kann sie verkünden. Größere Schwierigkeiten sieht sie durch das Mehr an kleinen Gästen jedoch nicht auf den „Märchenwald" zurollen.

„Die Mitarbeiter unserer insgesamt vier Kitas haben flexible Verträge, so dass wir zunächst einmal durch Abordnungen für eine ausreichende Personaldecke sorgen können.“ Sollte dieser Schritt nicht ausreichen, könne immer noch über Neueinstellungen nachgedacht werden.

VG-Kitas sind sehr gefragt

Zumindest mittelfristig sei die Betreuung jedoch mit dem vorhandenen Personal abzudecken, ist sich Kita-Leiterin Bauer sicher. „Wir haben derzeit sechs Erzieherinnen. Da die meisten Neuzugänge ohnehin erst in der zweiten Hälfte des Schuljahres zu uns kommen, können wir auch mit entsprechendem Vorlauf planen“, zeigt sie sich gelassen.

Entspannt blickt auch Kathrin Scheibner auf die Situation der restlichen Kitas in der VG, erfreuen sich diese doch ebenfalls großer Nachfrage. So sind derzeit alle 40 verfügbaren Plätze in der Haselbacher Kita belegt. Gleiches gilt für die Trebener Einrichtung, in der alle 43 Plätze vergeben sind. Und in Windischleuba muss genau wie in Fockendorf ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden: Achtzig Kinder kommen hier auf 78 in der Betriebserlaubnis verankerte Plätze. Auch hier, so ist sich Scheibner sicher, finde sich bis zum Schuljahresbeginn eine passende Lösung.

Von Bastian Fischer

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