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Kinderstreichorchester aus Japan begeistert in Altenburg

Kinderstreichorchester aus Japan begeistert in Altenburg

Die außergewöhnlichen Konzerte zum diesjährigen Altenburger Musikfestival reißen nicht ab. Am vorletzten Festivaltag gastierten im Festsaal des Schlosses die am weitesten Angereisten, nämlich das Suzuki-Kinder- und Jugendstreichorchester aus Japan.

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Das Suzuki-Kinder und Jugendstreichorchester spielt im Festsaal des Schlosses unter anderem Werke von Vivaldi, Bach und Beethoven. Fotos: Jens Paul Taubert

Quelle: Jens Paul Taubert

Die 30 Mädchen und Jungen bewiesen, dass die Musik unmittelbar auf die Gefühle der Menschen wirken kann.

 

Jedes Jahr unternehmen die Kinder aus ausgewählten japanischen Suzuki-Schulen im August eine Europareise. Ihr Weg führte sie diesmal von Brüssel über Paris und Bonn nach Altenburg, wo ihre Tournee endete und von wo aus sie am Sonntag ihre Heimreise antraten. Davor aber stand ihr Auftritt im Festsaal des Schlosses, der das Publikum zwischen Staunen und Jubel hin- und herriss. So etwas war nun wirklich neu in der Festivalgeschichte und man fragt sich, welche musikalische Facette in Zukunft noch aufgeboten werden kann.

 

Zu Beginn begrüßte die Leiterin der japanischen Delegation, Yasuyo Matsui, das Publikum, erinnerte an die Katastrophe von Fukushima und erklärte, dass sie mit diesem Besuch hier auch Dank sagen wollen für die unermessliche Hilfe, die sie aus Deutschland erfahren haben. Die erste Musik, ein Trauermarsch, war diesem Ereignis gewidmet.

 

Insgesamt gliederte sich das Programm in vier Teile. Im ersten führte das gesamte Orchester bei leichteren Musiken von Bach, Beethoven, Schumann, Weber, Paganini und Brahms vor, welcher Stand des gemeinsamen Konzertierens erreicht werden kann. Dieses Spiel des Orchesters, in dem jeder die gleiche Melodie spielte, besaß eine andere Farbigkeit als jenes traditionelle mit Noten, es war klanglich transparenter. Das zeigte sich auch in den unterschiedlichen Besetzungen des nachfolgenden Programms bis hin zu den Soli, bei denen Schüler zwischen sieben und 18 Jahren alles zeigten, was ein guter Geiger beherrschen muss - zumindest alle Fingerfertigkeiten, die die Grifftechnik verlangt.

 

Ein Siebenjähriger avancierte dabei mit Fritz Kreislers Variationen nach einem Corelli-Thema zum musikalischen Helden des Abends, obwohl eine ältere Solistin mit dem "Spanischen Tanz" von Manuel de Falla und ein Solist mit dem Bravourstück "La Foria" von Cotelli gleichermaßen überzeugten. Tosender Beifall war jeweils der Lohn für diese außergewöhnlichen Leistungen.

 

Nach einem Medley japanischer Lieder, die wunderschön gespielt wurden und gar nicht fremd klangen, gab es noch einmal vollen Orchesterklang mit Musik von Vivaldi, Bach und Beethoven. Zum Schluss wurde mit "Fuchs, du hast die Gans gestohlen", "Hänschen klein" und "Morgen kommt der Weihnachtsmann" die musikalische Literatur vorgeführt, mit der das Erlernen des Geigenspiels beginnt. Das Publikum gab hier den Chor.

 

Begleitet wurden alle Musiktitel am Flügel von Hanae Matsui. Zwischendurch gab die Leiterin eine Einführung in die Suzuki-Unterrichtsmethode. Landrätin Michaele Sojka (Die Linke) bedankte sich am Ende bei den japanischen Gästen und würdigte die menschenverbindende Funktion der Musik. Gemeinsam mit Rolf Olischer als Vertreter des Fördervereins Altenburger Musikfestival überreichte sie ein in Rahmen gesetztes Symbolblatt des Festivals, das vor einer Woche auch das Waliser Orchester erhalten hatte. Bravorufe, nicht enden wollender Beifall mit Standing Ovations beendeten ein erneut denkwürdiges musikalisches Ereignis in Altenburg.

Manfred Hainich

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