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Kinogänger mögen spaßige Filme: Leiter des CiD ist mit Besucherzahlen des Vorjahres zufrieden, erhofft sich für 2012 aber noch mehr

Kinogänger mögen spaßige Filme: Leiter des CiD ist mit Besucherzahlen des Vorjahres zufrieden, erhofft sich für 2012 aber noch mehr

Das vergangene Kinojahr hatte zwar nicht die ganz großen Höhepunkte. Der Leiter des Cinema in Döbeln (CiD), Sven Erfurth, ist aber mit den Besucherzahlen zufrieden.

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Filmvorführer des CiD, Uwe Gaitzsch, zeigt, wie sich die Kinotechnik weiterentwickelt hat. Waren noch vor wenigen Jahren die 35-Millimeter-Filmkopien Normalität, herrscht jetzt digitale Technik vor, die mit entsprechender Brille auch das Anschauen dreidimensionaler Filme ermöglicht.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Mit dem Finale von Harry Potter, einem weiteren Teil der Fluch der Karibik-Saga, Til Schweigers Kokowääh oder Hangover II gab es schon einige Streifen, die die Säle gut füllten. Mega-Produktionen, wie Herr der Ringe oder das 2009er Sience-Fiction-Ereignis Avatar von James Cameron, von denen die Kinobetreiber wochenlang zehren konnten, blieben allerdings aus. Das soll anders werden. "2012 wird ein Kinojahr", ist sich Erfurth sicher. "Der Trailer von Titanic kommt vielversprechend daher, Star Wars kehrt ebenfalls in 3D zurück, Ice Age geht in die vierte Runde, und der Hobbit landet auf der Leinwand. Das wird das Ding schlechthin", freut sich der Kinoleiter auf die nun ebenfalls verfilmte Vorgeschichte der begehrten "Herr-der-Ringe"-Romane des britischen Schriftstellers J.R.R. Tolkien. Hinzu kommt noch mit The dark knight rises die Fortsetzung der Batman-Reihe, auf die Comic-Fan Erfurth große Hoffnungen setzt.

Die konkreten Besucherzahlen des vergangenen Jahres behält der CiD-Chef lieber für sich. Der Kinobetreiber Michael Venohr wolle diese nicht veröffentlichen. Das bundesweit die Besucherzahlen gegenüber 2010 um sieben bis zehn Prozent gestiegen sind, ist jedoch laut Sven Erfurth kein Geheimnis. In diesem Bereich bewege sich auch das Cinema in Döbeln.

Noch Ende dieses Monats oder Anfang Februar soll im vierten und damit letzten Saal des CiD digitale Technik Einzug halten. Die gewohnten 35-Millimeter-Kopien verabschieden sich immer mehr. Festplatten, von denen die Filme auf einen Wiedergabeserver überspielt werden, halten Einzug. "Das stellt den Vorführer vor ganz neue Aufgaben", erklärt Erfurth. Trotzdem sollen aus drei Sälen die alten Maschinen vorübergehend noch nicht heraus geräumt werden. "Wir wollen flexibel bleiben. Es gibt schon noch Filme, die auf Rolle geliefert werden. Bis 2015 wird das jedoch vorbei sein." Ansonsten bleibt im Döbelner Kino alles wie es ist - von den Öffnungs-, über die Vorführzeiten bis hin zum Thekenangebot. An der Rubrik "Der besondere Film" soll nicht gerüttelt werden. Immer mittwochs 17.15 und 20 Uhr sind Streifen zu sehen, die ein kleines Gegengewicht zum dominanten Blockbuster darstellen.

Ob die im CiD gezeigten Filme durchweg das Döbelner Publikum ansprechen, kann Erfurth nicht sagen. Die Zuschauer könne man schwer einschätzen. Eines kristallisiere sich aber heraus: "Döbeln mag Filme, in denen viel gelacht wird." Auch wenn die Bezeichnung Komödie nicht zwangsläufig Erfolg verspricht, wie Erfurth einlenkt. Eines hat er trotzdem bemerkt. Filme mit Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer kommen in Döbeln immer gut an. "Gerade Schweighöfer hat sich entwickelt." Action-Streifen wie beispielsweise zuletzt "Mission Impossible 4" haben es hingegen schwer in Döbeln. "Der ist gefloppt", sagt Erfurth ohne Umschweife. Woran das liegt, kann er nicht festmachen. Auf jeden Fall würden solche Streifen in der Großstadt viel besser laufen. Sven Erfurth muss es wissen. Neben dem CiD und dem Capitol im ostthüringischen Altenburg ist er auch der Leiter des Regina Palastes in Leipzig.

Olaf Büchel/Patricia Liebing

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