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Altenburg Kita „Pusteblume“ in Altenburg soll großen Neubau bekommen
Region Altenburg Kita „Pusteblume“ in Altenburg soll großen Neubau bekommen
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00:19 08.07.2017
Noch viel mehr Platz zum Spielen soll es künftig für die Kinder der Kita „Pusteblume“ geben – die Lebenshilfe Altenburg will einen großen Neubau vorantreiben. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Große Neuigkeiten für die Kinder der Kita „Pusteblume“ in Altenburg: Läuft alles nach Plan, können heutige und künftige Kindergartenkinder ab 2019 neue und deutlich größere Räumlichkeiten beziehen. Das teilte Norbert Wendt, hauptamtlicher Vorstand der Altenburger Lebenshilfe, im Rahmen des Zirkusfestes der Kita am vergangenen Freitag mit.

Nötig geworden sei der Schritt, da die bisherige befristete Betriebserlaubnis für die jetzigen Räumlichkeiten in der Heinrich-Zille-Straße – nach zweijähriger Verlängerung – zum 31. Juli 2019 auslaufe. „Würden wir am alten Standort eine Lösung suchen, müssten wir die Platzzahl deutlich verringern“, erläutert Wendt den Hintergrund der Entscheidung. Von derzeit 81 Kindern müsse man sich so auf nur noch 60 Plätze verkleinern, zudem entsprechend Personal abbauen. „Der Neubau ist daher die beste Lösung für uns.“

Ein passendes Grundstück an der Ecke Franz-Mehring-/Rudolf-Breitscheid-Straße sei bereits erworben, so Wendt. Nun befinde man sich in der Vorplanungsphase. Läuft alles nach Plan, könne die Ausschreibung der Arbeiten im vierten Quartal 2017 erfolgen. Der Baubeginn wird für März 2018 avisiert, der Einzug ist im April 2019 geplant.

Insgesamt dürften für das Vorhaben – Grundstückskauf, Planung, Ausschreibung und Bau – knapp 3,2 Millionen Euro anfallen. „Wir erarbeiten hierzu gerade einen Finanzierungsplan“, teilte Wendt mit. Den größten Teil der Summe wolle die Lebenshilfe selbst aufbringen, größere Fördersummen seien wohl nicht zu erwarten. „Eventuell lassen sich aber Gelder von der ,Aktion Mensch’, von Stadt und Land einwerben“, gibt sich Wendt optimistisch.

Mit dem Neubau stellt sich die Kita auf ein neues, deutlich größeres Fundament. Insgesamt 7400 Quadratmeter Fläche stünden dann zur Verfügung, inklusive des bereits bestehenden Gartengeländes, an das das neue Grundstück direkt anschließt. Letztlich könnten durch die Maßnahme sogar deutlich mehr Plätze angeboten werden. „Wir rechnen mit 100 Kindern, davon 15 mit besonderen Entwicklungsbedingungen, und 20 Krippenplätze“, bilanziert Kita-Leiterin Monika Heczko. Die Nachfrage dafür sei definitiv gegeben, Stadt und Kreis hätten bereits entsprechende Tendenzen signalisiert.

Auch konzeptionell wolle man sich im Zuge des Neubaus breiter aufstellen, erläutert Heczko – gerade mit Blick auf die Funktion als integrative Tagesstätte. „Wir erarbeiten gerade ein entsprechendes Konzept. Angedacht ist etwa ein großer Therapiebereich, wir wollen zudem die Erlebnispädagogik weiter ausbauen. Wir berücksichtigen hier zuvorderst die Wünsche der Kinder“, betont die Kita-Leiterin.

Die sollen sich künftig noch mehr als bereits jetzt selbst ausprobieren können, neue Erfahrungen sammeln. Geplant seien dafür etwa ein Wasserspielplatz, ein kleiner Verkehrsparcour für Dreiräder, künstlich angelegte Höhlen und Hängebrücken oder Klangspiele. „Partizipation wird auch weiter groß geschrieben, das Konzept ist auf den neuesten Bildungsplan abgestimmt“, versichert Heczko.

Von Bastian Fischer

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