Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Kleine Fortschritte im Drogenprozess
Region Altenburg Kleine Fortschritte im Drogenprozess
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:38 27.12.2015
Im Drogenprozess gegen den Angeklagten Michael K. geht es auch um den Handel mit Crystal. Quelle: dpa
Anzeige
Altenburg

Drogenbesitz, Handel und das Anstiften zu einer Kurierfahrt – Der Prozess um den Angeklagten Michael K. wurde vergangenen Mittwoch fortgeführt. Geladen waren drei Zeugen, zwei erschienen. Der Vorsitzende Richter Sandy Reichenbach vertagte die Verhandlung nach Anhörung der Zeugen auf Anfang Januar. Die Urteilsverkündung wird daher erst im neuen Jahr stattfinden – wann ist aber noch nicht klar.

Der erste Zeuge, ein Polizeibeamter aus Altenburg, gab an, dass seine Kollegen und er durch David G. darauf kamen, den Angeklagten zu überprüfen. David G. wurde bei einer Kurierfahrt erwischt und verurteilt. Außerdem wurde er als Zeuge im Prozess um Michael K. verhört (die OVZ berichtete). Laut David G. habe der Angeklagte 465 Gramm Crystal Meth zu Hause gehabt. Vor diesem Hintergrund wurde im Frühjahr 2014 eine Telekommunikationsüberwachung eingesetzt. Ausgesetzt wurde diese wieder, nachdem eine Durchsuchung der Wohnung durchgeführt wurde, bei der keine Drogen gefunden wurden. Ein Notizbuch nahmen die Ermittler aber mit, in dem Namen, Eurobeträge und Grammzahlen standen. Laut des Zeugen sei dies eine sogenannte „Tickerliste“, also eine Buchführung, damit der Überblick behalten wird, wer wo Schulden hat. Die Telekommunikationsüberwachung ergab keine Rückschlüsse auf eine eventuelle Dealertätigkeit des Angeklagten. Er schien zwar Drogen abzugeben, wenn er welche hatte, große Deals konnten allerdings nicht festgestellt werden.

Die zweite Zeugin, Franziska M., wurde wegen Drogenhandels bereits verurteilt. Laut eigenen Angaben dealte sie aus ihrem Zimmer in der Wohnung ihrer Eltern. Außerdem stand sie zwar mit den Angeklagten in Kontakt und diesen auch hin und wieder getroffen, aber sie hätte mit Michael K. nichts in Bezug auf Drogen zu tun.

Die dritte Zeugin tauchte trotz ihrer Vorladung nicht vor Gericht auf. Es wurde ein Ordnungsgeld von 200 Euro verhängt, alternativ eine Ordnungshaft. Sie soll zeitweise beim Angeklagten gewohnt haben, dieser meint aber, sie nicht zu kennen. Die Zeugin wird zum nächsten Verhandlungstag im Januar erneut geladen. Sowohl der Polizeibeamte als auch die Zeugin Franziska M. sind der Meinung, dass sich der Angeklagte und die nicht erschienene Zeugin kennen sollten. Der Polizist ist dieser Meinung, weil aus den Einzelverbindungsnachweisen anscheinend Telefonate zwischen dem Angeklagten und der Zeugin hervorgehen. Die Zeugin Franziska M. äußerte, sich mit dem Angeklagten und der dritten Zeugin in einem Casino getroffen zu haben – könne sich aber nicht definitiv daran erinnern.

Zum Schluss des Verhandlungstages ging der Angeklagte auf seine Person ein. Sein Lebenslauf wurde vom vorsitzenden Richter Reichenbach abgefragt, seine Drogenvergangenheit aber erst einmal außen vor gelassen – darauf wird im Januar näher eingegangen.

Von Andrea Schrader

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 22 Jahre alter Mann hat die Polizei in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag auf Trab gehalten. Zunächst schlug er in einer S-Bahn zwischen Zwickau und Altenburg auf einen Fahrgast ein, dann brach er in eine Apotheke ein.

25.12.2015

Der 24. Dezember ist der erste Tag des langen Weihnachtsfests. Ein Tag, der meist mit der Familie gefeiert wird: Es gibt ein gutes Abendbrot, darauf folgt die Bescherung, oder umgekehrt, und ein geselliges Beisammensein – und vielleicht noch der Ausflug in die Stammkneipe. Immer mehr Altenburger Gaststätten machen auf und immer mehr Gäste kommen.

27.12.2015

Erstmals nach vielen Jahren können Besucher des Lindenau-Museums Altenburg wieder das Rundbild „Die Anbetung des Christuskindes“ aus der Werkstatt von Sandro Botticelli betrachten. Es sei nach seiner Restaurierung am Mittwoch in die Ausstellung zurückgekehrt, sagte Museumsleiterin Julia Nauhaus. Zuvor habe es lange im Depot gelegen.

23.12.2015
Anzeige