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Altenburg Lasse findet Knochenmark-Spender und dankt auch den Wintersdorfern
Region Altenburg Lasse findet Knochenmark-Spender und dankt auch den Wintersdorfern
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00:19 28.08.2017
Dem kleinen Lasse geht es dank einer Knochenmarkspende wieder besser. Quelle: privat
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Wintersdorf

Am Mittwoch erhielt der Chef des Judo- und Freizeitsportvereines Wintersdorf, Joachim Langrock, via WhatsApp eine Nachricht, die ihn zutiefst rührte: „Hallo meine Judofreunde, hier ist Lasse. Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung in meiner schwersten Zeit. Mir geht’s eigentlich schon wieder ganz gut. Aber zum Training kann ich leider noch nicht wieder kommen, da ich noch ganz schön viele Tabletten nehmen muss und auch darf ich noch nicht zu so vielen Leuten, wegen der Infektionsgefahr. Aber das kriege ich auch noch hin. Also noch mal vielen Dank für die Aktion ,Wir kämpfen für Lasse‘ in Meuselwitz und an alle Großen für das volle Sparschwein. Ihr seid die Besten. Wir sehen uns. Euer Lasse“, schrieb der Knirps aus Erfurt mit der Hilfe seiner Eltern, geht er doch noch nicht einmal in die Schule.

„Man ist einfach nur froh, dass man dem Jungen helfen konnte“, sagt Langrock. Zur Erinnerung: Im vergangenen Dezember bei traditionellen Weihnachtsturnier des JFV in Meuselwitz hatten die Judoka des JSC Stotternheim, dem der damals Vierjährige angehört, einen Aufruf mit im Gepäck. „Wir kämpfen für Lasse“ war darauf zu lesen. Denn bereits zum zweiten Mal in seinem jungen Leben war der Junge, der bei den Stotternheimer Bambinos Judo lernt, an Blutkrebs erkrankt.

Sportler und Eltern riefen dazu auf, sich als potenziellen Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Und auch die Judoka aus Wintersdorf führten am 4. Februar so eine Typisierungskation durch, an der 65 Freiwillige teilnahmen. Und nach der Aktion trommelte Joachim Langrock für weitere Spender, bis er gut hundert beisammen hatte.

An der Aktion beteiligten sich unter anderem viele Sportvereine in Thüringen, Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt sowie die Künstler Clueso oder Sarah Connor. Im März die freudige Botschaft von der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS): Für Lasse wurde ein genetischer Zwilling gefunden. Die Identität hält die DKMS geheim. Er stamme aus Deutschland und sei 30 Jahre, hieß es damals.

Fünf Monate später sieht es so aus, als hätte Lasse die schlimme Krankheit ein weiteres Mal besiegt. Stolz grüßt er die Wintersdorfer Judoka auf einem Bild mit dem Siegerpokal, den die Stotternheimer Sportler zum vergangenen Weihnachtsturnier gewonnen und Lasse geschenkt haben.

„Über solche Nachrichten ist man einfach nur glücklich“, sagt Joachim Langrock.

Von Jörg Wolf

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