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Altenburg Klinikum Altenburger Land darf Herzschrittmacher nicht mehr kontrollieren
Region Altenburg Klinikum Altenburger Land darf Herzschrittmacher nicht mehr kontrollieren
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21:02 24.01.2012
Altenburg

Von Jens Rosenkranz

Seit 2005 hat Manfred Weber aus Nobitz einen Herzschrittmacher. Alle sechs Monate muss dieses eingepflanzte kleine Gerät auf seine Funktionsfähigkeit überprüft werden. Es stimuliert regelmäßig den Herzmuskel mithilfe von elektrischen Impulsen und regt diesen so zur Kontraktion an. Bislang fuhr Herr Weber zur Überprüfung ins Klinikum, meist zu Dr. Wolfgang Strauß, dem Spezialisten und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin.

Doch seit 2011 ist dies nicht mehr möglich. Manfred Weber ist darüber ebenso verärgert wie Gerhardt Penndorf aus dem Norden des Kreises, der sich deswegen ebenso an die OVZ gewandt hat. "Ich begreife das nicht", ärgert sich der Luckaer.

In der Tat musste Dr. Strauß seinen Patienten im vergangenen Jahr mitteilen, dass die ambulante Kontrolle in der Klinik nicht mehr möglich sei. Die personengebundene Ermächtigung erfolge durch die Kassenärztliche Vereinigung des Landes Thüringen und müsse alle zwei Jahre neu beantragt werden. Der Zulassungsausschuss habe die Ermächtigung nicht mehr genehmigt. Grund: zwei niedergelassene Kollegen im Altenburger Land können selbst Herzschrittmacher kontrollieren und haben dem Ausschuss freie Kapazitäten signalisiert. In der Klinik löste diese Entscheidung keinen Jubel aus. Er könne die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung nicht nachvollziehen, da er keine Veränderung der Versorgungssituation erkennen kann, sagte Dr. Strauß der OVZ. Für ihn sei es nicht plausibel, "warum ich nicht mehr gebraucht werde", meint der Mediziner.

Auch einer der beiden Geschäftsführer der Klinik, Dr. Lutz Blase, ist über die nicht wieder erteilte Kontroll-Ermächtigung nicht glücklich. "Es tut schon weh, wenn man ehemalige Patienten nun abweisen muss", sagte Dr. Blase der OVZ. "Man kann nicht erwarten, dass sie das verstehen." Einen wirtschaftlichen Schaden oder gar einen Imageverlust für sein Haus befürchtet Blase indes nicht.

Im Landkreis gibt es etwa 500 Patienten mit Herzschrittmachern, die auf die halbjährlichen Kontrollen angewiesen sind. Einige davon sind nun in Sorge, dass ihre Geräte nicht mehr fristgerecht kontrolliert werden können. Doch scheint dies unbegründet, wie sowohl Dr. Günter Mahn aus Altenburg als auch Dr. Andreas Jacobi aus Schmölln der OVZ versicherten. Beide niedergelassenen Internisten haben die Patienten übernommen, die zuvor wegen des halbjährlichen Geräte-Checks ins Krankenhaus gegangen waren.

Auch ihm seien die Befürchtungen bekannt gewesen, nicht rechtzeitig einen Termin zu bekommen, sagte Günter Mahn der OVZ. "Inzwischen hat sich das aber beruhigt." Es sei auch möglich, den Zeitraum bis zu einem dreiviertel Jahr zu verlängern. "Doch das reizen wir nicht aus", versichert der Arzt. Auch die Sorge von gehbehinderten Patienten zerstreut er. Sollte jemand die Treppen zu seiner Praxis nicht schaffen, so könne dafür Hilfe über den jeweiligen Hausarzt beantragt werden.

"Das stimmt", bestätigt Manfred Weber, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Doch sei dies auch erheblich aufwendiger, als bislang. In die Behandlungsräume des Krankenhauses sei man einfacher gekommen.

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