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Altenburg Knapp 1000 Menschen leben im Kreis von Ackerbau und Viehzucht
Region Altenburg Knapp 1000 Menschen leben im Kreis von Ackerbau und Viehzucht
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00:25 16.09.2018
Ackerbau wird im Altenburger Land auf rund 37 000 Hektar betrieben, wie hier bei Romschütz. Quelle: Archivfoto: Mario Jahn
Altenburg

„Die Landwirtschaft ist nach wie vor einer der größten Erwerbszweige im Altenburger Land“, sagt der Chef des Kreisbauernverbandes, Berndt Apel, voller Überzeugung. Circa 1000 Beschäftige gibt es in diesem vielseitigen Gewerbe im Kreis. Aktuell wirtschaften heute 75 Haupterwerbs- und etliche Nebenerwerbs-Landwirte. „Etwa 45 Landwirte betreiben Ackerbau. Einige davon mit Hobbytierhaltung. Zwölf betreiben außer Ackerbau noch Milchviehhaltung und 23 außer Ackerbau zusätzlich noch Rindermast“, listet Apel auf. Neben dem Ackerbau haben 13 Landwirte noch eine Schweinezucht oder Schweinemast.

Ackerbau ist vorherrschend

„Der Ackerbau ist in unserer Region die vorherrschende Spezialisierung. Bewirtschaftet werden 37 000 Hektar Ackerland.“ Hauptkulturen sind Qualitätsweizen (13 500 Hektar), Winterraps (7100 Hektar), Wintergerste (3500 Hektar), Mais als Körner- und Grünmais (4700 Hektar), Zuckerrüben (2000 Hektar) und Kartoffeln auf rund 300 Hektar. Es werden aber auch eine Reihe von wichtigen Sonderkulturen wie Kamille, Pfefferminze als Heil- und Gewürzpflanzen, Hanf, Obstbau (Apfel, Erdbeeren, Kirschen), Hopfen und Spargel angebaut.

5200 Kühe und 3600 Ziegen

Die Tierproduktion ist relativ überschaubar. Etwa 5200 Kühe stehen im Altenburger Land. 3600 Ziegen erreichen im Schnitt eine Leistung von 1000 Litern je Ziege. 3000 Zuchtsauen ziehen im Mittel jeweils 27 bis 28 Ferkel auf und 10 000 Mastschweine erreichen im Schnitt 850 Kilo Nettozunahme, nennt Apel bemerkenswerte Details. „Darüber hinaus haben wir 150 000 Hühner in Bodenhaltung und bis zu 40 000 Puten.“

Auch als Energiewirt habe der Landwirt im Altenburger Land einen hohen Stellenwert. Die Biogasproduktionen für Strom und Wärme sind inzwischen ein wichtiges Standbein für circa 20 Bauern geworden.

Lange Trockenheit bereitet Sorgen

Allerdings treibt die derzeitige Witterung den Landwirten die Sorgenfalten auf die Stirn: „Die lange Trockenheit brachte uns unterdurchschnittliche Erträge.“ Zwar stiegen die Preise, trotzdem bleibt je Hektar weniger Erlös. Die Erlöse bei Rohmilch liegen derzeit bei 0,32 bis 0,33 Euro pro Liter.

Der Ferkelerzeuger bekommt für das Ferkel 35 Euro, für das Kilogramm Warmmasse Schlachtschwein erhalten die Landwirte seit Jahresbeginn im Durchschnitt etwa 1,40 Euro. „Das alles sind keine guten Signale für dieses Jahr. Wir wissen doch, solche Trends schlagen immer durch, bis hin zu unserem Einkommen“, warnt Verbandschef Apel.

Von Jörg Wolf

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