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Altenburg Kohlebahn Meuselwitz bei Tagen der Industriekultur dabei
Region Altenburg Kohlebahn Meuselwitz bei Tagen der Industriekultur dabei
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04:22 10.08.2017
Macht beim Tag der Industriekultur mit: die Kohlebahn Meuselwitz. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Die Kohlebahn in Meuselwitz erwartet am kommenden Sonntag zahlreiche interessierte Gäste aus dem Großraum Leipzig. Denn beim Tag der Industriekultur Leipzig ist der Kohlebahnverein erstmals mit von der Partie. Organisiert wird die Veranstaltung, die am Wochenende bereits ihre fünfte Auflage erlebt, vom gemeinnützigen Verein Industriekultur mit Sitz in Leipzig.

Vorwiegend im Großraum Leipzig, aber auch in Zeitz und Weißenfels in Sachsen-Anhalt sowie erstmals mit Meuselwitz auch in Thüringen laden hundert Unternehmen, Vereine und Institutionen zu Führungen, Vorträgen oder ähnlichem ein. „Durch Industriekultur gewinnt der Wirtschaftsstandort Leipzig an Attraktivität und Strahlkraft. Aus diesem Grund veranstaltet der Verein den Tag der Industriekultur und pflegt das Netzwerk aller daran interessierten Akteure in der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland. In diesem Sinne sind Leipzig und der Verein Teil des Netzwerkes Industriekultur in Sachsen“, definiert der Verein sein Anliegen.

„Bislang kamen aber das Altenburger Land und Thüringen da nicht vor“, klagt Karsten Waldenburger, Chef des Kohlebahnvereines, der jetzt als erster Vertreter Thüringens sozusagen vorprescht. Keineswegs sei die Initiative von den Kohlebahnern selber gekommen. „Uns haben die Sachsen angesprochen und wir sind froh, dass wir dabei sind. Sonst kommt kulturell wie touristisch unsere Nordregion ja quasi kaum vor“, klagt er.

Kommenden Sonntag wird auf dem Kulturbahnhof Meuselwitz ab 10.30 Uhr einiges geboten: Bei Führungen kann in der Zeit bis 16.30 Uhr das Gelände genauer kennengelernt werden. Zudem ist ab 12.30 Uhr die Modellbahnausstellung geöffnet und rollt 13.30 sowie 16 Uhr die Kohlebahn. „Wir sehen beim Tag der Industriekultur eine echte Chance, uns einem breiten Publikum zu präsentieren als Teil dieser Region Mitteldeutschland“, bringt es Waldenburger auf den Punkt.

Dass jetzt im fünften Anlauf Thüringer mit im Boot sind, macht auch Heinrich-Moritz Jähnig glücklich. „Wir haben uns schon immer bemüht, Partner in Altenburg und Umgebung zu gewinnen, vergebens“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereines Industriekultur. Denn vor allem das Altenburger Land in Thüringen gehöre schon aufgrund seiner langen gemeinsamen Geschichte fest in dieses Gebilde des Dreiländerecks, das sich rund um die Metropole Leipzig zieht. „Aber in Thüringen sah man dies offensichtlich bislang anders. Jetzt gab es in Erfurt ein Umdenken und wurde sogar eine Arbeitsgruppe Industriekultur in der Staatskanzlei gebildet“, so Jähnig weiter.

Ganz anders habe es da in Sachsen-Anhalt ausgesehen, wo Zeitz und Weißenfels schon zu den festen Partnern gehören. „Jedes Jahr erlebe ich, das sich dort entsprechende Stellen in den Stadtverwaltungen verantwortlich fühlen und Ansprechpartner sind.“ Im Altenburger Land habe es sowas noch nicht gegeben. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit der Kohlebahn ein Sprungbrett finden und die Sache ausbauen können“, sagt Jähnig. Weil auch die Altenburger davon profitieren könnten: „Industriekultur ist nicht nur ein Rückblick auf Vergangenes, sondern ein Ausblick auf die Zukunft.“

„Ich kenne das Projekt nicht“, so der Wirtschaftsförderer des Landratsamtes, Wolfram Schlegel. „Aber bei uns hat sich niemand gemeldet. Denn wir sind an solchen länderübergreifenden Projekten immer interessiert“, so Schlegel. Ebenso äußerte sich der städtische Wirtschaftsförderer Tino Scharschmidt: „Auf jeden Fall stehen wir solchen Offerten aufgeschlossen gegenüber.“ Gekannt hat auch er den Verein bisher nicht. „Weil es noch keine Kontakte gab.“

Das Programm und die Teilnehmer an den 5. Tagen der Industriekultur finden Sie unter www-industriekulturtag-leipzig.de

Von Jörg Wolf

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