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Altenburg Komischer Akt ums Theater: Gera fasst anderen Beschluss als das Altenburger Land
Region Altenburg Komischer Akt ums Theater: Gera fasst anderen Beschluss als das Altenburger Land
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18:17 05.02.2019
Theater&Philharmonie Thüringen lautet die bisherige Bezeichnung. Neuer Name soll Theater Altenburg Gera sein. Quelle: OVZ
Altenburg/Gera

Theater&Philharmonie Thüringen. Hinter diesem mit TPT abgekürzten Namen verbergen sich seit Jahren das Landestheater Altenburg und die Bühnen der Stadt Gera. So richtig warm wurde mit der sperrigen Bezeichnung niemand, auch deswegen, weil sie überhaupt keinen lokalen Bezug haben.

Theater sollte neuen Name bekommen

Das sollte sich eigentlich ändern. Die drei Gesellschafter – die Städte Altenburg und Gera und der Landkreis Altenburger Land – planten dazu eine Änderung des Gesellschaftervertrages, der an vorderster Stelle einen neuen Namen enthielt: Theater Altenburg Gera gGmbH (OVZ berichtete). Schon im Oktober stimmten sowohl der Kreistag als auch der Stadtrat Altenburg diesen und anderen Änderungen zu. Gera fasste einen solchen Beschluss erst im Dezember. Doch wie sich nun herausstellt, lautet dieser an einer Stelle anders als jene Texte im Altenburger Land. Damit ist vorerst die gesamte Änderungs-Prozedur hinfällig – und somit auch der neue Name. Das räumte Volker Arnold, Kaufmännischer Geschäftsführer der TPT, gegenüber der OVZ ein.

Unterschiedlicher Text

Bei dem abweichenden Beschlusstext handelt es sich um den Paragrafen 6, der das bewegliche Anlagevermögen, Grundstücke und Gebäude beinhaltet. Vorgesehen war folgender neuer Passus: „Die Gesellschaft trägt die Aufwendungen der Instandhaltung der Gebäude und Anlagen, die zum Betreiben der Gebäude dienen.“ Gera dagegen beschloss, dass die Gesellschaft „die Aufwendungen der Werterhaltung (Instandhaltung/Instandsetzung) der Gebäude und Anlagen“ trägt.

Arnold kann es sich nicht erklären, wie dieser geänderte Passus in den Beschlusstext geraten konnte. Seiner Meinung nach handelt es sich dabei um eine alte Fassung, die aus Versehen stehen geblieben sein könnte. Egal, warum. Alle Beschlüsse müssen identisch sein, soll der neue Gesellschaftervertrag gültig werden.

Aufsichtsrat muss Problem lösen

Am 19. Februar will sich der im Moment elfköpfige Aufsichtsrat der TPT bei einer Sitzung um dieses Problem kümmern. Mögliche Lösungen sind, dass der Stadtrat Gera seinen Beschluss ändert und anpasst oder dies vom Kreistag und dem Stadtrat Altenburg geschieht, falls die Geraer den strittigen Passus bewusst so gewählt haben – und dabei insbesondere die Begriffe Werterhaltung und Instandsetzung. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Geras neuer Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos), sein Stellvertreter Altenburgs OB André Neumann (CDU). Neben Landrat Uwe Melzer (CDU) gehört dem Gremium unter anderem auch ein Vertreter der Landesregierung an, die bekanntlich für den Großteil der finanziellen Zuschüsse sorgt.

Neues Logo in Auftrag gegeben

Wird der Lapsus beim Beschluss geheilt, kann auch der Zeitplan für die Namensänderung in Kraft treten. Denn ganz so einfach gestaltet sich so etwas nicht, erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer. Immerhin müsste dies auf vielen Dingen geändert werden, wie den Tickets, Broschüren, Programmheften, Fahnen, Türschildern und dem Internet-Auftritt. Ein Auftrag zur Erstellung eines neues Logos und eines Schriftzug sei bereits in Auftrag gegeben worden, sagt Arnold. Eingeführt werden soll dieser offiziell zur Eröffnung der neuen Spielzeit im September. Doch schon beim Tag der offenen Tür im Altenburger Theater am 1. Mai soll er bereits zu sehen sein.

Von Jens Rosenkranz

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