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Altenburg Kongolesische Gäste in Altenburg
Region Altenburg Kongolesische Gäste in Altenburg
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16:32 07.06.2017
Zu Besuch in Altenburg: Sprachassistentin Jahwelle Fronton, Schulleiter Sita Mvambanu Jean Claude, NRO-Präsident Pascal Tsumbu Binda und Schulleiterin Birgit Kriesche mit einigen Schülern der 10. und 5. Klasse (v.l.). Quelle: Tatjana Kulpa
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Altenburg

Besucher aus der Demokratischen Republik Kongo sind aktuell in Altenburg zu Besuch – und schauten kürzlich im Spalatin-Gymnasium vorbei.

Pascal Tsumbu Binda und Sita Mvambanu Jean Claude kamen im Rahmen der Projektarbeit des Altenburger Vereins „Hilfe für Menschen im Kongo“ und hospitierten im Unterricht der fünften Klassen. „Wir erhoffen uns von dem Besuch Eindrücke der deutschen Unterrichtsweise“, sagte Binda. Er ist der Präsident der Nichtregierungsorganisation (NRO) „Hospice des enfants abandonnés“ in Kinshasa und vor Ort verantwortlich für die Projekte, die der Verein aus Altenburg unterstützt. Es ist das erste Mal, dass der Altenburger Verein Gäste aus dem Kongo empfängt. „Wir freuen uns, dass wir so unsere Zusammenarbeit vertiefen können und zeigen, dass die Arbeit im Kongo Früchte trägt“, sagte Vereinsvorsitzender Jürgen Hauskeller.

Seit nunmehr drei Jahren stehen das Altenburger Gymnasium und die Grundschule „Elika na biso“ in Maluku in engem Kontakt. „Für die Unterstützung aus Deutschland und die Möglichkeit hier zu sein, möchten wir uns herzlich bedanken“, betonte Schuldirektor Claude. „Drei unserer Schüler waren bereits im Kongo“, berichtete die Leiterin des Spalatingymnasiums, Birgit Kriesche. „Uns ist es wichtig, dass die Schüler und die Schulen in regelmäßigem Austausch stehen und so in Verbindung bleiben.“ Einige Schüler oder Klassen haben eine Patenschaft in Maluku übernommen. Für den Schulleiter und den NRO-Präsidenten ist eines ganz deutlich: „Kinder sind überall auf der Welt gleich. Da gibt es keine Unterschiede.“ Was die Herausforderung für die Kongolesen darstellt, ist die materielle Seite. „Wir haben nicht genug Unterrichtsmaterial für alle Kinder“, schilderte Claude. Es fehlt an Geld für Bücher und Hefte. Auch bei Computertechnik sieht es nicht gut aus.

Die Grundschule in Maluku wurde 2014 gebaut und beherbergt die Klassen eins bis fünf. „In jeder Klasse sind rund 50 Kinder“, so Binda. „Bei uns gibt es allerdings pro Klasse nur einen Lehrer, der alle Fächer unterrichtet.“

Bevor die kongolesischen Gäste am 18. Juni ihre Heimreise antreten, besuchen sie Lutherstätten in Eisenach, Erfurt, und Eisleben. Auch beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Wittenberg waren sie zu Gast. Der Verein engagiert sich seit nunmehr elf Jahren im Kongo. In der Zeit wurden zwei Kinderhäuser und die Grundschule gebaut. Im Juli beginnt der Bau eines Gesundheitszentrums.

Von Tatjana Kulpa

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