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Konzert in der Kosmaer Kirche stimmt auf Weihnachten ein

Frauenchor und Jugendchor gemeinsam Konzert in der Kosmaer Kirche stimmt auf Weihnachten ein

Die Chormusik ist auf jeden Fall eine musikalische Kategorie, die die Herzen der Zuhörer am unmittelbarsten erreicht und berührt. Das war am Sonnabend beim traditionellen Adventskonzert in der Kosmaer Kirche einmal mehr zu erleben. Der Frauenchor Kosma und der Jugendchor des Altenburger Friedrichgymnasiums stimmten auf Weihnachten ein.

Konzert des Frauenchores Kosma und des Jugendchores vom Altenburger Friedrichgymnasiums in der Kosmaer Dorfkirche. Die Leitung hat Pia Pröhl.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kosma. Die Chormusik ist auf jeden Fall eine musikalische Kategorie, die die Herzen der Zuhörer am unmittelbarsten erreicht und berührt. Das mag natürlich daran liegen, dass das gesungene Wort einerseits eine starke persönliche Ausstrahlung besitzt. Andererseits ergreift und fasziniert das gemeinsame Musizieren in einer größeren Gemeinschaft sowohl die Aktiven, also die Sängerinnen und Sänger, als auch die Lauschenden, die Hörer, in besonderem Maße.

Deshalb kann man die Tatsache nicht hoch genug einschätzen, dass es im Altenburger Land zahlreiche sehr aktive Chorgemeinschaften gibt, die diese Tradition munter pflegen. Dabei muss es nicht immer nur die musikalische Hochkultur in Form eines Profi-Chores, einer bestens geschulten und präparierten Kantorei oder eines Motettenchores sein. Auch die kleineren Chorgemeinschaften haben nicht nur ihre Berechtigung, sondern sie tragen ebenfalls auf ihre Weise und mit ihren stimmlichen Möglichkeiten zum kulturellen Leben in dieser Region bei.

Dazu zählt ein Chorkonzert, das schon über die Jahre hinweg eine gewachsene Tradition hat und zu einer festen Größe geworden ist, nämlich das stets am Vorabend zum dritten Advent stattfindende Konzert in der Kosmaer Dorfkirche. Dank der engagierten Chorarbeit von Kantorin Pia Pröhl gerät dieses Adventskonzert alljährlich zu einem besonderen Höhepunkt der Kosmaer Kirchgemeinde. Dafür spricht die stets bestens gefüllte und immer gut geheizte Kirche. Der von Pia Pröhl geleitete Frauenchor Kosma in seinen schwarzen und mit roten Schals umrankten Gewändern geht mit großem Eifer die weihnachtlichen Chorsätze an und macht auch optisch einen recht adretten und gefälligen Eindruck.

Seit nunmehr zwei Jahren gesellt sich außerdem der Jugendchor des Altenburger Friedrichgymnasiums unter der Leitung von Grit Kipping dazu. Mit seinen jugendlich-frischen Stimmen bereicherte auch in diesem Jahr in überaus angenehmer Weise dieses festliche Konzert, zumal dadurch der gemeinsame Chorklang mit vier Männerstimmen besetzt werden konnte.

In einem stimmungsvollen Programm sangen beide Chöre abwechselnd und gemeinsam die obligatorischen Advents- und Weihnachtslieder, auf die alle Zuhörer warten. Obwohl sie in jedem Jahr und zu fast jedem Konzert erklingen, so möchte man sie doch in keiner Weise vermissen. Neben den Klassikern wie „Guten Abend, schön’ Abend“ oder „Tausend Sterne sind ein Dom“ gab es auch einige unbekanntere Chorsätze und natürlich swingende, moderne Klänge wie das Spiritual „Auf dieser Welt“ und Henry O. Milsby‘s „Merry Christmas Circle“ oder der Gospel-Titel „I Sing Holy“.

Dazu gesellten sich die Klänge der altehrwürdigen Poppe-Orgel, die dem Konzert mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Johann Ludwig Krebs und Georg Friedrich Händel einen zusätzlichen Glanz und eine kontrastvolle Auflockerung verliehen.

Am Ende des 70-minütigen Konzertes gaben die vereinten Chöre mit ihren insgesamt 33 Sängern, die den gesamten Platz vor dem Altar ausfüllten, ihr Bestes mit dem alpenländischen Volkslied „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ und dem Besteller unter den Weihnachtsliedern, nämlich mit „O du fröhliche“. Der voluminöse, begleitende Orgelklang zu diesem Weihnachtschoral und die einbezogene, kräftig mitsingende Hörergemeinde verliehen dem Konzert einen prachtvollen und von adventlicher Stimmung erfüllten Abschluss. Man darf sich also schon auf das Konzert im nächsten Jahr zur Weihnachtszeit freuen.

Von Felix Friedrich

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