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Altenburg Konzert ist ausverkauft – trotzdem gibt’s noch 500 Tickets
Region Altenburg Konzert ist ausverkauft – trotzdem gibt’s noch 500 Tickets
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06:00 24.06.2017
So ähnlich wie 2015 soll es am Freitag und Sonnabend nächster Woche wieder auf dem Altenburger Markt aussehen – wenn Petrus mitspielt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Was bitteschön, ist das für ein Konzert, das auf der Internetseite des Theater den Status „ausverkauft“ hat, für das aber noch jede Menge Karten zu haben sind? Insider kennen die Antwort: Ausverkauft gilt nur für die Regenvariante der beiden Konzerte von „Rhapsody in Blue – Bernstein meets Gershwin“ am kommenden Freitag, 30. Juni, und Sonnabend, 1. Juli, um 21 Uhr in Altenburg. Denn es sind nur so viele Karten im Vorverkauf an den Mann oder die Frau gebracht worden, wie Plätze im Landestheater vergeben sind – also rund 480. Wenn es der Wettergott aber gut mit den Altenburgern meint und das Konzert, wie geplant, erneut als großes Open Air auf dem Altenburger Markt stattfinden kann, sind an der Abendkasse noch einmal 500 Karten erhältlich.

Es ist das mittlerweile vierte Open Air, das die zu Ende gehende Spielzeit des Altenburg-Geraer Theaters krönen soll. Nach zweimal „Carmina Burana“ und einmal „Cavalleria rusticana“ stehen nun mitreißende Rhythmen zweier berühmter amerikanischer Komponisten des frühen 20. Jahrhundert – George Gershwin (1898-1937) und Leonard Bernstein (1918-1990) – auf dem Programm.

Dieses eine aufheulende Klarinettenglissando, das einem nicht mehr aus dem Ohr geht, ist zum Inbegriff von George Gershwins Musik geworden: der Beginn der Rhapsody in Blue, mit welcher der junge Komponist 1924 riesige Erfolge feierte. Dass er auch in der Hochkultur sehr geschätzt wurde, zeigt sich daran, dass sein Klavierkonzert F-Dur, das Blues und Ragtime verknüpft, 1925 in der Carnegie Hall uraufgeführt wurde.

Ein ebenso außergewöhnlich origineller Komponist des 20. Jahrhunderts war Leonard Bernstein, der auch als Dirigent, Musikpädagoge und Pianist Maßstäbe setzte, sowie gleichermaßen in der Sinfonik als auch am Broadway Erfolge feierte.

Die ebenso im Konzert beliebte Ouvertüre der Operette „Candide“ spielt mit fetzigen Rhythmen. Aber kein Werk kann an die enorme Popularität des Musicals „West Side Story“ anknüpfen. Nicht nur die Songs kamen alle einzeln zu großer Bekanntheit, sondern Aufsehen erregten vor allem die großen, musikalisch raffinierten Tanzszenen, die auch einzeln als Konzertstücke nach wie vor die Zuhörerschaft zu begeistern wissen.

Der Solist des Abends ist der Hamburger Pianist Sebastian Knauer, der auf eine über 25-jährige, erfolgreiche Konzertkarriere zurückblicken kann. Sein Markenzeichen ist höchste Musikalität bei gleichzeitig seriös wirkendem „Understatement“; er lässt das Klavier singen. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner.

In bewährter Weise wollen auch die am Markt ansässigen Gastronomen zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Allerdings sind bei ihnen kaum noch freie Plätze zu haben. So ist der Ratskeller schon seit gut sechs Wochen ausgebucht, und auch im Café Domizil gibt es keine freien Kapazitäten mehr. Nur das Eiscafé Venezia hat zumindest für Sonnabend noch etwas frei. Ebenso lohnt sich im benachbarten Eiscafé Blue Ice die Nachfrage noch, hier sogar für beide Tage. Für alle, die nur zum Konzert kommen wollen, gibt es ausreichend Plätze in der Marktmitte.

Die Kassen öffnen um 19.30 Uhr, Beginn ist jeweils 21 Uhr. Gegen 16 Uhr entscheiden die Verantwortlichen bei unsicherer Witterungslage, ob das Open Air stattfindet oder nicht. Die Entscheidung kann man am Freitag bis 17 Uhr an der Theaterkasse (Tel. 03447 585177) und danach sowie am Sonnabend an der Pforte (Tel. 03447 5850) erfragen.

Von Ellen Paul

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