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Altenburg Krankenstand im Altenburger Land liegt unterm Thüringen-Durchschnitt
Region Altenburg Krankenstand im Altenburger Land liegt unterm Thüringen-Durchschnitt
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00:32 22.05.2015
Atemwegserkrankungen haben im vergangenen Jahr im Altenburger Land bei den AOK-Versicherten viele Fehlzeiten verursacht. Quelle: dpa
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Das hat die aktuelle Fehlzeiten-Analyse der AOK Plus für den Landkreis ergeben. Bei den Mitgliedern der Kasse - das sind eigenen Angaben zufolge immerhin 45 Prozent der Beschäftigten im Altenburger Land - stieg der Krankenstand von 5,2 auf 5,3 Prozent. Der Thüringer Durchschnitt liegt bei 5,6 Prozent. "Unterm Strich hat jeder Beschäftigte im Altenburger Land 2014 im Durchschnitt 19,5 Tage aufgrund ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit im Betrieb gefehlt", so der Thüringer AOK-Pressesprecher Jürgen Frühauf.

Die meisten gelben Zettel füllten die Ärzte bei Muskel- und Skeletterkrankungen (31,1 Fälle je 100 ganzjährig Versicherte) und bei Erkrankungen der Atemwege (30,9) aus. "Dabei fällt auf, dass Beschäftigte wegen Muskel- und Skeletterkrankungen bedeutend länger krank waren als bei anderen Indikationen", so Frühauf. Bei 100 Beschäftigten waren es immerhin 616 Tage.

Die meisten Fehlzeiten wiesen dabei die Berufsgruppen mit körperlich hohen Arbeitsbelastungen auf wie in der Metallverarbeitung oder im Forst. Am wenigsten krank waren Menschen, die in der Forschung arbeiten oder Ärzte. Hier unterscheidet sich das Altenburger Land nicht grundsätzlich von der Entwicklung in ganz Thüringen. Die Gründe für die Höhe von Fehlzeiten liegen laut AOK vor allem in den berufsspezifischen Anforderungsprofilen.

Durch Krankheit der Mitarbeiter entsteht der Wirtschaft im Altenburger Land ein jährlicher Produktionsausfall in Millionenhöhe. Aus diesem Grund wird betriebliches Gesundheitsmanagement zunehmend zu einem Erfolgsfaktor der Wirtschaft, begründet der Pressesprecher die positive Entwicklung im Landkreis. Darauf habe die AOK sehr früh reagiert. "Wir unterstützen Unternehmen seit vielen Jahren in diesem Bereich und bieten maßgeschneiderte Hilfen an", erklärt Frühauf.

Alle Angebote würden individuell auf die jeweilige Situation im Unternehmen angepasst. Zu den kostenfreien Offerten gehören beispielsweise Beratung, Projektmanagement, Analyse der Arbeitssituation, Gesundheitskurse und Schulungen. "Allein im letzten Jahr investierten wir in diesem Bereich insgesamt drei Millionen Euro. Über 80 000 Beschäftigte in 336 Thüringer Unternehmen konnten davon profitieren."

Im Altenburger Land nutzen derzeit acht Firmen verschiedenster Branchen dieses Angebot. Dazu gehört das Armaturenwerk Altenburg. Nach Arbeitsplatzanalysen vor gut einem Jahr tat sich hier einiges, so Geschäftsführerin Diana Schubert. Vor allem an solchen Arbeitsplätzen, an denen körperlich schwer gearbeitet wird. Höhenverstellbare Werkbänke wurden angeschafft, Anti-Ermüdungsmatten in solchen Bereichen ausgelegt, in denen viel im Stehen getan wird. Hebekräne wurden dort aufgestellt, wo schwer gehoben werden muss. Im Juni dieses Jahres finden zum wiederholten Male zwei Gesundheitstage im Betrieb statt, an denen es um Themen wie Herz-Kreislauf sowie Rücken und Halswirbelsäule geht.

Die Unternehmen würden zunehmend erkennen, dass die Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz in Zeiten von Fachkräftemangel ein dickes Plus ist, mit dem eine Firma wuchern kann. "Wir werden sie dabei unterstützen", versichert Jürgen Frühauf.

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