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Altenburg Krankheitswelle schwappt durch Meuselwitzer Rathaus
Region Altenburg Krankheitswelle schwappt durch Meuselwitzer Rathaus
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04:22 25.01.2018
Eine Krankheitswelle schwappt derzeit durchs Meuselwitzer Rathaus. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Volle Wartezimmer in den Arztpraxen, ausgedünnte Belegschaften: Die Grippewelle rollt derzeit wieder turnusmäßig durch die Republik.

Ein Umstand, der auch im Meuselwitzer Rathaus zu spüren ist – und das inzwischen sogar in nicht unerheblichem Maße. Nach OVZ-Informationen sind zahlreiche Mitarbeiter der Kernverwaltung zur Zeit krankheitsbedingt außer Dienst. Am schlimmsten betroffen ist dabei das Bauamt: Von acht Mitarbeitern verrichten momentan nur zwei ihren Dienst. Bauamtsleiterin Ilona Krüger fällt zudem wegen schwerer Krankheit für mehrere Monate aus. Ähnlich stellt sich die Situation im Ordnungsamt dar. Vier Mitarbeiter sind hier erkrankt, im Zentralamt ist ein Mitarbeiter ausgefallen. Damit ist die Personaldecke im Rathaus um rund ein Drittel geschrumpft.

Ebenfalls erkrankt ist auch Bürgermeister Udo Pick (BfM). Zwar habe er am vergangenen Sonnabend noch das Hallenturnier des ZFC Meuselwitz besucht, zum Wochenbeginn jedoch habe er die Reißleine ziehen müssen und sich ins Krankenhaus begeben. „Ich habe wohl eine Erkältung verschleppt und nicht richtig auskuriert, bekomme nun Antibiotika“, so das Stadtoberhaupt auf telefonische Nachfrage nach seinem Gesundheitszustand. Wie lange er in der Klinik bleiben müsse, sei zwar derzeit noch nicht abschließend geklärt. Allerdings gehe er davon aus, zügig wieder am Schreibtisch Platz nehmen zu können, so Pick.

Entschieden tritt Pick anderslautenden Aussagen entgegen. Gegenüber der OVZ war von verschiedenen Seiten von einer schwereren Erkrankung des Bürgermeisters die Rede, Begriffe wie Lungenentzündung oder die Verschlimmerung von Picks Multipler-Sklerose-Erkrankung machen die Runde. „Da ist absolut nichts dran. Ich verstehe nicht, woher solche Äußerungen kommen“, betont er. Und wird deutlich: „Es kotzt mich ehrlich gesagt an, wenn einfach solche Behauptungen aufgestellt werden, ohne über entsprechendes Hintergrundwissen zu verfügen.“ Sicherlich sei eine verschleppte Erkältung bei seiner Krankheit nicht förderlich, die Lage sei aber bei weitem nicht so schlimm, wie von manchen dargestellt.

Bis Pick wieder genesen ist, hält indes seine zweite Stellvertreterin Antje Ulich (UWG-SPD) das Heft des Handelns im Rathaus in der Hand. „Der derzeitige Krankenstand ist nicht zu unterschätzen. Wir sind in der Verwaltung an der Schmerzgrenze, aber noch handlungsfähig“, beschreibt sie die aktuelle Lage. Man sei dabei, gerade mit Blick auf die weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen und nicht zuletzt den städtischen Haushalt für 2018 zügig beschlussfähige Vorlagen für den Stadtrat auszuarbeiten. „Die letzten Zahlen fehlen zwar noch, wir warten noch auf Zuarbeiten, versuchen aber, bei den anstehenden Arbeiten im Soll zu bleiben“, umreißt Ulich den derzeitigen Stand.

Zu beachten sei jedoch, dass bestimmte Aufgaben nicht ohne weiteres von anderen Mitarbeitern übernommen werden könnten, manche Vorgänge damit länger in der Bearbeitung brauchen. Insbesondere was Langzeiterkrankte anbelange, arbeite die Verwaltung daran, zügig Abhilfe zu schaffen. So wurden im aktuellen Amtsblatt bereits mehrere Stellen ausgeschrieben. Unter anderem sind eine Krankheitsvertretung im Bereich Tiefbau, Straßenwesen und Gewässer zweiter Ordnung sowie eine Vollzeitstelle im Bereich Haushaltsplanung und IT zu besetzen. „Nichtsdestotrotz arbeiten wir nach bestem Wissen und Gewissen weiter“, betont Ulich.

Von Bastian Fischer

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