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Altenburg Kreis bekommt mehr Asylbewerber
Region Altenburg Kreis bekommt mehr Asylbewerber
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19:40 18.10.2013

Das Landratsamt sucht nach geeignetem Wohnraum für die Unterbringung. Unter den Neuankömmlingen sind vor allem Sinti und Roma, die häufig in der kalten Jahreszeit nach Deutschland kommen.

Schon in den zurückliegenden beiden Jahren sei die Anzahl der im Altenburger Land eintreffenden Asylbewerber ständig gestiegen, bestätigt Landrätin Michaele Sojka (Linke). "Das Asylbewerberheim mit seinen rund 100 Plätzen in Schmölln ist voll." Aktuell leben 173 Asylbewerber im Landkreis. 66 von ihnen sind dezentral, beispielsweise in angemieteten Wohnungen in Altenburg-Nord, untergebracht.

"Wir erwarten weitere Zuweisungen", sagt Sojka, die aber keine konkreten Zahlen nennen möchte. Ein zweites zentrales Asylbewerberheim werde es mit ihr aber nicht geben. "Warum", so fragt die Landrätin, "sollen wir ein neues Heim einrichten, wenn es genügend leer stehende Wohnungen im Kreis gibt?" Zudem sei eine dezentrale Unterbringung der Menschen auch besser für deren Integration. Trotzdem hält Sojka an dem Heim in Schmölln fest, weil es immer die erste zentrale Anlaufstelle für die Asylbewerber und dort neben einem Wachschutz auch eine Sozialarbeiterin permanent vor Ort ist.

Nach OVZ-Informationen werden dem Altenburger Land bis zu 90 weitere Personen zugeteilt. Die thüringenweite Verteilung der Asylbewerber übernimmt das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar. "Seit September 2012 ist ein Anstieg zu verzeichnen", teilt Behördensprecher Adalbert Alexy der OVZ mit. Wie viele Asylbewerber konkret kommen, vermag er nicht zu sagen: "Das hängt vom Zulauf in Thüringen ab, der jetzt Zug um Zug geschehen wird."

Das Gleiche treffe übrigens auch auf die Zahl der Sinti und Roma zu, die jetzt in den Kreis kommen. In Wohnungen will man nach OVZ-Informationen diese Bewerber nicht verteilen. Vielmehr soll geplant sein, die Roma zentral im Schmöllner Heim unterzubringen. Da dies aber voll ist, müssten bisherige Bewohner an anderen Orten untergebracht werden.

Angesichts dieses Problems hat das Landratsamt bereits vor Monaten seine Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten verstärkt. Schon im Januar hat die Ausländerbehörde private und kommunale Vermieter sowie Bürgermeister angeschrieben und um Wohnungsangebote gebeten. Die Anzahl positiver Rückmeldungen soll nach OVZ-Informationen eher überschaubar sein und nahezu nur von privater sowie kirchlicher Seite gekommen sein. Unter anderem könnte der in Privathand befindliche einstige Nachtklub in Altendorf Asylbewerber aufnehmen. © Kommentar

Jörg Wolf

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