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Kreisfeuerwehrchef muss sich Kritik und Gegenkandidaten gefallen lassen

Marathon-Sitzung Kreisfeuerwehrchef muss sich Kritik und Gegenkandidaten gefallen lassen

Andreas Hofmann heißt der alte und neue Chef des Kreisfeuerwehrverbandes. Der 56-jährige Ziegelheimer wurde am Sonnabend zur Verbandsversammlung in Nobitz für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Allerdings musste er Kritik einstecken und hatte bei der Wahl auch einen Gegenkandidaten, gegen den er sich mit 50:41 Stimmen knapp durchsetzte.

Der neue Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes: Andreas Hofmann (Ziegelheim), Karsten Kröber (Kriebitzsch), Christine Heilmann (Wintersdorf), Frank Schnelle (Posterstein), Simone Schulze (Zschernitzsch), Ralph Kirst (Haselbach), Sonja Künne (Burkersdorf), Volker Stubbe (Schmölln), Jörg Hienzsch (Lödla) (v.l.).

Quelle: Jörg Wolf

Nobitz. Andreas Hofmann heißt der alte und der neue Chef des Kreisfeuerwehrverbandes Altenburger Land. Der 56-jährige Ziegelheimer wurde am Sonnabend zur Verbandsversammlung in der Nobitzer Mehrzweckhalle für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Allerdings staunte so mancher Gast zu Beginn der Veranstaltung nicht schlecht, als bekannt wurde, dass Hofmann nicht der einzige Kandidat um den Vorsitz ist, sondern mit dem langjährigen Schmöllner Stadtbrandmeister Volker Stubbe einen Gegenkandidaten bekam. In den zurückliegenden 16 Jahren hat es das nicht mehr gegeben, dass sich gleich mehrere Kandidaten um das Amt in dem einflussreichen Dachverband bewerben.

Auch auf der Liste der ebenso neu zu wählenden acht weiteren Vorstandsmitglieder standen nicht nur derer acht, sondern zehn Bewerber, würden also zwei durchfallen. Auch Stubbes Name tauchte dort nochmals auf. Falls es mit der ihm durchaus zugetrauten Wahl zum neuen Chef nicht klappen sollte, wolle er eben im Vorstand mitarbeiten, meinte er. „Nicht nur ich habe das Gefühl, dass im Verband die Interessen der aktiven Kameraden der Einsatzabteilungen zu kurz kommen“, begründete der 52-Jährige seine Entscheidung, ins Rennen um den Chefposten zu gehen.

Bevor die mit Spannung erwarteten Urnengänge um die neue Spitze des Verbandes anstanden, brauchten die 96 anwesenden Delegierten allerhand Sitzfleisch. Denn die Versammlung zog sich sage und schreibe über fast fünf Stunden hin, nur unterbrochen von zwei Pausen für Bockwurst, Kaffee und Kuchen.

In den ersten drei Stunden vernahmen die Frauen und Männer im Ehrenamt fast durchweg wohltuende (Gruß-)Worte von Vertretern der regionalen und überregionalen Politik sowie Wirtschaft und konnten so manches Geld für die Verbandsarbeit einstreichen: Sparkassenchef Bernd Wannenwetsch hatte beispielsweise 10 000 Euro dabei, Thüringens Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert (SPD) 4900 sowie Landrätin Michaele Sojka (Linke) 4000 Euro. Geld, dass der Verband, der sich als eine Hauptaufgabe die Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben hat und hier jährlich das Kreiszeltlager in Pahna durchführt, sehr gut gebrauchen kann.

Aber gerade auf diesem wichtigen Gebiet gab es in den zurückliegenden Jahren offensichtlich immer wieder Differenzen. Kreisjugendwart Stephan Penndorf aus Starkenberg wählte in seinem Rechenschaftsbericht klare Worte: „Ich wünsche mir in Zukunft eine bessere Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Es geht hier nicht um solche Sachen, wie 100 Plastiklöffel oder 200 Scheiben Brot“, sagte der 28-Jährige, der dem alten Vorstand angehörte und auch für den neuen eigentlich wieder antreten wollte.

Als dann die separate Wahl um den Chef feststand und sich Andreas Hofmann bei 91 geheim abgegebenen Stimmen mit 50:41 gegen Stubbe durchgesetzt hatte, zog Penndorf seine Kandidatur für das Führungsgremium überraschend zurück. Seine Funktion als Kreisjugendwart berührt diese Entscheidung nicht. Die wird vom Landratsamt und nicht vom Verband vergeben. „Eine Zusammenarbeit über weitere vier Jahre mit diesem Vorsitzenden sehe ich nicht“, redete Penndorf Klartext.

Die weitere Kür der achtköpfigen Führungscrew verlief dann ohne weitere Überraschungen. Volker Stubbe schaffte zumindest dorthin klar den Sprung.

Von Jörg Wolf

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