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Altenburg Kreisfeuerwehrverbandschef Uwe Kaphahn wirft vorzeitig hin
Region Altenburg Kreisfeuerwehrverbandschef Uwe Kaphahn wirft vorzeitig hin
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00:25 16.12.2015
Landesjugendwart Jörg Deubert ehrt Uwe Kaphahn. Quelle: Jörg Wolf
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Kriebitzsch

Die Jahresabschlussfeier der Vorständler und Ehrenmitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes ist eine lang gehegte Tradition. Doch in diesem Jahr war die vorweihnachtlich-ausgelassene Stimmung am Freitagabend im schmucken Versammlungsraum der Kriebitzscher Feuerwehr merklich gedämpft. Denn das drohende Aus der Brandschutzerziehung im Landkreis (die OVZ berichtete) war das dominierende Gesprächsthema.

Bis zur Verbandsversammlung im April 2016, wenn die turnusmäßige Neuwahl eines neuen Chefs ansteht, wird Kaphahns Vize Andreas Hofmann aus Ziegelheim die Geschicke des immerhin fast 3000 Mitglieder zählenden Verbandes führen. „Die Fortführung und Intensivierung unserer Jugendarbeit sowie vor allem die Rettung der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen“ benannte der 54-Jährige als Hauptaufgaben.

Dass die Feuerwehrleute bei den dabei möglichen Auseinandersetzungen mit Behörden oder Institutionen manchmal die berühmten Stacheln zeigen müssen, wusste der Kriebitzscher Bürgermeister Bernd Burkhardt (Linke) als Gastgeber nur zu gut und hielt nicht von ungefähr als kleines Abschiedsgeschenk für Uwe Kaphahn einen Kaktus parat: „Weil auch Uwe stachlig sein konnte.“ Und mit seiner Meinung über das Gezerre um das Projekt Brandschutzerziehung hielt das langjährige Gemeindeoberhaupt nicht hinter den Berg: „Für eines der reichsten Länder der Welt wie Deutschland stellt dieses Hin und Her ein Armutszeugnis dar.“

Auch ein weiterer prominenter Gast an diesem Freitagabend redete Klartext: Der Jugendwart des Landesverbandes, Jörg Deubert aus Kranichfeld, war nach Kriebitzsch gekommen, um Uwe Kaphahn für seine Verdienste mit der Ehrenspange der Thüringer Jugendfeuerwehr in Silber auszuzeichnen. „Schade, dass unsere Landesregierung ihre Verantwortung für die Brandschutzerziehung zwar ins eigene Regierungsprogramm geschrieben hat, aber jetzt augenscheinlich und aus welchen Gründen auch immer auf Deutsch gesagt den Schwanz einzieht.“ Aber man werde im Landesfeuerwehrverband weiter dafür kämpfen, dass es in absehbarer Zeit hauptamtliche Erzieher geben wird , versprach Deubert.

Ganz aufgegeben hat Neu-Chef Andreas Hofmann die Sache aber noch nicht: „Nach dem Bekanntwerden des Aus ist hinter den Kulissen ordentlich Bewegung in die Sache gekommen und sind ein paar Leute mächtig aufgeschreckt“, meinte er.

Von Jörg Wolf

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