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Altenburg Kreisliga-Resümee: Alija Arifov schießt Lumpzig mit 32 Toren zum Aufstieg, alle Teams aus dem Altenburger Land halten die Klasse
Region Altenburg Kreisliga-Resümee: Alija Arifov schießt Lumpzig mit 32 Toren zum Aufstieg, alle Teams aus dem Altenburger Land halten die Klasse
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21:03 24.07.2013
Kaum zu halten: Der Lumpziger Stürmer Alija Arifov zeigt mit seinen 37 Jahren, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und wird mit 32 Treffern Torschützenkönig der Kreisliga. Quelle: Mario Jahn

Dann ist der SV Lumpzig aber nicht mehr dabei, denn man schaffte in der abgelaufenen Spielzeit den direkten Wiederaufstieg in die Kreisoberliga. Nicht minder bemerkenswert war die starke Rückrunde von Aufbau Altenburg, die letztlich mit dem dritten Platz belohnt wurde. Auch die Ehrenhainer Reserve und der FSV Meuselwitz präsentierten sich stark. Im Tabellenkeller fanden sich Starkenberg/Dobitschen, die SG Schmölln/Großstöbnitz II und Nöbdenitz II wieder. Dennoch reichte es für alle zum Klassenerhalt.

Das von Wolfram Hofmann trainierte Lumpziger Team zeigte eine beständige Saison, zeichnete sich durch Cleverness aus. Bereits nach der Hinrunde lagen die Osterländer an der Spitze. Bei 23 Siegen gab es zwei Remis und nur fünf Niederlagen. So belegte man am Ende souverän vor Eurotrink den ersten Platz mit 71 Punkten. Lumpzig hatte auch das beste Torverhältnis (108:40), was für einen starken Angriff und eine sichere Defensive spricht. Die höchsten Siege gab es gegen Roschütz II mit 12:4 und 11:1. Nöbdenitz II wurde 9:1 bezwungen. Ali Arifov (32) war mit großem Abstand bester Torschütze der Kreisliga, Christian Rozanowske (22) kam sogar noch auf Rang drei. Verloren hat der Aufsteiger gegen Gera-Leumnitz, Löbichau, Weißbach, Aufbau und Ehrenhain II.

Das Feld der Verfolger

Mit 66 Punkten bei 24 Siegen, drei Remis und sechs Niederlagen war Absteiger Eurotrink Gera härtester Verfolger der Lumpziger und landete letztlich auf Rang zwei. Silvio Danz (16) und Jörg Fleischer (12) waren dabei die erfolgreichsten Torschützen. Den dritten Rang sicherte sich Aufbau Altenburg mit 61 Punkten bei 19 Siegen, vier Remis und sieben Niederlagen. Die Skatstädter legten mit sechs Niederlagen in der Hinrunde zwar einen schwachen Start hin, steigerten sich nach der Winterpause aber enorm. Nur gegen Ehrenhain II musste noch eine 0:1-Niederlage eingesteckt werden. Die höchsten Siege gab es mit 9:1 gegen Nöbdenitz II und mit 7:0 gegen Weißbach. Trotz des Fehlstarts schaffte das Team die zweitbeste Torausbeute mit 95:42 und hatte mit Marco Sporbert (23) den zweitbesten Schützen der Liga.

Der SV Ehrenhain II knüpfte an die starke Leistung des Landesklassisten an, war ein guter Unterbau und gehörte zu den besten und beständigsten Teams der ganzen Liga. Das zeigt schon der Fakt, dass man mit lediglich 38 die wenigsten Gegentore kassierte. Dadurch brachte es der SV auf 17 Siege, sieben Remis und sechs Niederlagen. Die Mannschaft zeigte Spielkultur und hatte in Mario Höhmann (11) den besten Schützen.

Auch der FSV Meuselwitz gehörte als Fünfter noch in die Riege der Verfolger. Allerdings zeigte man im Saisonverlauf Licht und Schatten, hatte mit 14 Siegen, zehn Remis und sechs Niederlagen aber eine positive Bilanz. Nach der Hinrunde lag der FSV noch auf Rang drei, gehörte immer zur Spitzengruppe, danach ließen die Leistungen nach. Bester Torschütze war Marcus Baum mit elf Treffern.

Das breite Mittelfeld

Der SSV Großenstein (6.) und der TSV Gera-Leumnitz (7.) bewegten sich im Mittelfeld, waren spielerisch aber eine Bereicherung der Staffel A. Lok Altenburg mit Trainer Sebastian Dähne sicherte sich den achten Platz mit einer ausgeglichenen Bilanz von elf Siegen, acht Unentschieden und elf Niederlagen. Die Lok hatte auch ein ausgeglichenes Torverhältnis. Angesichts der Spielstärke wäre aber sicher mehr möglich gewesen, wie sich auch im guten Auftritt im Kreispokal zeigte, wo die Altenburger bis ins Halbfinale vordrangen. Auch der TSV Windischleuba mit Kapitän Martin Pfefferkorn und Trainer Holger Kubik kam ebenfalls im breiten Mittelfeld auf Platz neun ein. Das Team schloss mit zwölf Siegen, vier Remis und 14 Niederlagen ab. 58:56 Tore sind ein knapp positives Ergebnis, die Mannschaft hat aber noch mehr Potenzial. Frank Walter war mit 15 Treffern erfolgreichster Schütze des TSV.

Seit vielen Jahren gehört der SV Löbichau zu den etablierten Mannschaften der Kreisliga, kam auch in dieser Saison mit neun Siegen, zehn Remis und elf Niederlagen im sicheren Mittelfeld ein. Dustin Siebert erzielte sieben der insgesamt 43 Löbichauer Treffer. Direkt hinter dem SV landete Einheit Altenburg auf Platz elf. Das Trainerduo Agsten/Lange hatte es nicht immer leicht. Neun Siegen standen acht Remis und 13 Niederlagen gegenüber. "Wir wollen die Saison schnell vergessen", sagte Kapitän René Wich, weil man unter den Möglichkeiten blieb. Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde war die Spielerdecke dünn und der sonst bekannte Offensivdruck fehlte. Einzig Jens Wirth überzeugte und brachte es auf zwölf Tore. So wurde das angestrebte Ziel, sich im Vorderfeld zu platzieren, verfehlt.

Der Weißbacher SV hingegen schaffte das Saisonziel Klassenerhalt mit neun Siegen, vier Remis und 17 Niederlagen. In Alex Schwenk (12) und Mario Clauß (11) hatte man seine Torgaranten. Allerdings verfehlte das Team als Zwölfter einen einstelligen Tabellenplatz. In der Hinrunde wurde zu wenig gepunktet, einige Spiele verschenkte man. In diesem Jahr steigerte sich Weißbach aber. Das beste Saisonspiel lieferte der WSV gegen Ehrenhain II und auch das 4:0 gegen Leumnitz überzeugte.

Die Kellerkinder

Die SG Starkenberg/Dobitschen spielte eine durchwachsene Saison, wie Vorstand Jens Sachsenröder mitteilte. Das Potenzial wurde ausgeschöpft, aber der Ausfall von Stammspielern war nicht immer zu kompensieren. Trotzdem wurde der erstrebte Klassenerhalt geschafft. Adrian Leipnitz steuerte 13 Treffer bei. Hinter Starkenberg kam die SG Schmölln/Großstöbnitz II mit sieben Siegen bei vier Remis und 19 Niederlagen auf Rang 14 ein. Die Reserve der Spielgemeinschaft hatte oft Besetzungsprobleme, blieb unter den Möglichkeiten, wie Trainer Seidlich meinte. "Es war mehr drin, die Trainingsbeteiligung befriedigte nicht immer." Dennoch wurde die Liga gehalten, und der 8:1-Sieg gegen Roschütz II stimmte versöhnlich.

Rang 15 blieb für den SSV Nöbdenitz II übrig. Sechs Siege, sieben Remis und 17 Niederlagen reichten aber zum Klassenerhalt, was das Ziel war. Oft musste rotiert werden, was sich nicht immer positiv auswirkte. Durch den Tod von Trainer Breitfelder war auch eine verständliche Verunsicherung vorhanden. Denn die SSV-Reserve zeigte Moral. Ronny Wagner war mit neun Treffern bester Torschütze. Den letzten Platz belegte abgeschlagen der SV Roschütz II, war Punke-Lieferant und stieg so ab.

Reinhard Weber

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