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Altenburg Kreisstraßenmeisterei warnt wegen Geld- und Personalmangels vor Risiken
Region Altenburg Kreisstraßenmeisterei warnt wegen Geld- und Personalmangels vor Risiken
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18:03 08.01.2012

Von Jens Rosenkranz

Die in die Jahre gekommene Gerätetechnik birgt zukünftige Reparaturrisiken, wird in dem Bericht gewarnt. Das Papier ist Teil der Jahresrechnung für 2010, der vor einigen Tagen vom Kreistag einstimmig gebilligt wurde. Die Überalterung der Technik und die Materialermüdung, beispielsweise bei Mahdgeräten oder Schneepflügen, wirke sich negativ auf den Arbeitsablauf aus.

Das Wirtschaften aus eigener Kraft werde auch durch die Abstufungen von Landes- zu Kreisstraßen nicht mehr möglich. Die witterungsabhängigen Risiken erweisen sich zunehmend als gefährlich. Das habe die Winterperiode 2010 ebenso gezeigt wie der Kampf gegen Überschwemmungen. Die eigentliche Aufgabe, nämlich das Unterhalten der Straßen, musste dadurch auf ein Minimum reduziert werden, wird im Bericht deutlich gemacht.

Als Folge davon zeige sich nun, dass bereits die nach der Wende neu gebauten Abschnitte einen beginnenden Substanzverlust aufweisen. Eine fachgerechte Ausbesserung der Abschnitte mit der vorhandenen Technik stoße an Grenzen, eine Vergabe an andere Firmen sei aus Kostengründen ebenso unmöglich. Der Verschleiß und die Schäden in Größenordnungen seien mit den Mitteln der Straßenunterhaltung nicht mehr zu finanzieren, heißt es. Die Werkleitung fordert daher, die finanzielle Ausstattung, insbesondere für Leistungen bei Gefahr im Verzug, zu erhöhen.

Erschwerend für einen reibungslosen Ablauf der Arbeit wirke sich die angespannte Personalsituation aus. Da nach wie vor drei Stellen nicht besetzt seien, fehle ein komplettes Team. Angesichts der weiteren Straßenabstufungen und der Aufrechterhaltung des Winterdienstes fordert die Werkleitung eine grundsätzliche Klärung dieses Problems.

Dem Kreistag dürften diese Hilferufe nicht neu sein. Schon im Lagebericht von 2009 wurde ein ähnlich alarmierender Bericht vorgelegt. Aus diesem Grund und wegen des extremen Winterwetters im Januar und Dezember 2010 hatte das Landratsamt der Kreisstraßenmeisterei zusätzlich 150 000 Euro zur Verfügung gestellt. Doch auch dieses Geld würde am grundsätzlichen Problem des Betriebes nichts ändern, meint die Werkleitung. Denn selbst die Aufstockung der Mittel würden die unbesetzten Stellen nicht kompensieren.

-Kommentar

Gesamtkosten (in Euro) 2008 2009 2010

Winterdienst 179 635 301 217 528 081

Straßenerhaltung 159 133 273 279 277 054

Bauwerksunterhaltung 64 276 38 232 12 708

Straßenreinigung 41 232 61 852 49 573

Grünpflege 321 821 284 340 287 368

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