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Krippenspiel in der Altenburger Brüderkirche

Weihnachtsgeschichte immer neu Krippenspiel in der Altenburger Brüderkirche

Im Luthersaal der Brüderkirche herrschte am Freitag ein Gewimmel, wie in einem Bienenstock. Sichtlich aufgekratzte Kinder hatten den Raum in eine große Garderobe verwandelt. Noch aber wirkten die Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und 13 Jahren der Jungen Gemeinde sowie der Kurrende, die sich dort für das traditionelle Krippenspiel umzogen, recht entspannt.

Gewusel auf der Bühne: Die Generalprobe des Krippenspiels verlief schon recht gut. Am Heiligabend zur Premiere kommt bestimmt noch viel Lampenfieber mit dazu.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Im Luthersaal der Brüderkirche herrschte am Freitag ein Gewimmel wie in einem Bienenstock. Sichtlich aufgekratzte Kinder hatten den Raum in eine große Garderobe verwandelt. Noch aber wirkten die Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und 13 Jahren der Jungen Gemeinde sowie der Kurrende, die sich dort für das traditionelle Krippenspiel umzogen, recht entspannt. Kein Wunder: Es stand nur die letzte Probe, die Generalprobe an. „Zur Premiere Heiligabend in der garantiert wieder voll besetzten Brüderkirche wird das Lampenfieber sicher viel größer sein“, ahnt Kantor Philipp Göbel, ehe er mit Greta, Ludwig, Helene, Jolin & Co. nochmals die Liedtexte durchgeht. Und der 40-Jährige wirkt sichtlich zufrieden: Die kleinen Sängerinnen und Sänger haben ihren Part richtig gut drauf, wenngleich es noch einige kleine Hänger gibt. Aber da helfen schon die Großen.

Das Krippenspiel in der Brüderkirche am heutigen Heiligabend: In Altenburg ist es so etwas wie eine Institution. „Das wird schon seit Ewigkeiten gespielt und jedes Jahr neu einstudiert“, sind sich Jugenddiakonin Susann Borowansky und Philipp Göbel einig. „Als Kinder haben wir auch schon mitgespielt.“

Nun ist die Geschichte des Krippenspiels eigentlich eine wohl bekannte. Aber in Altenburg kommen da jedes Jahr zahlreiche Unbekannte neu hinzu, weil zwar die traditionelle Geschichte Jahr für Jahr auch erzählt wird, aber die immer in einem neuen Gewand daherkommt. „Eigentlich haben wir in jedem Jahr ein neues Stück“, weiß Susann Borowansky, die ebenso seit Jahren maßgeblich dafür mit Verantwortung trägt. In diesem Jahr wird die Geschichte halb gespielt, halb gesungen. „Dafür agieren 21 Kinder zwischen sieben und 13 Jahren als Schauspieler, die Kleinen aus der Kurrende, zwölf an der Zahl, sind zwischen vier und sechs Jahren, unterstützt durch drei Zwölfjährige“, erklärt Göbel, der als Kantor selbstverständlich beim musikalischen Part den Hut auf hat.

Nun, mehr zum Inhalt des aktuellen, rund eine halbe Stunde langen Stücks wollen beide vorab nicht verraten. Da soll sich jeder zur heutigen Premiere selber überraschen lassen.

Nur eines lassen die beiden durchblicken, wenngleich das beim Altenburger Krippenspiel nichts Neues mehr ist: Aktuelle Bezüge aus dem ausklingenden Jahr werden immer mit reflektiert und finden sich darin wieder. „Die eigentliche Geschichte lässt diese Spielräume und Sichtweise ja auch zu“, meint Susann Borowansky. „Aber da fließen auch die Sichtweisen der Kinder mit ein.“

Das kann durchaus auch provokant sein, wie beispielsweise im Vorjahr, als die Flüchtlingswelle ihren Höhepunkt erreichte und die Gesellschaft vor eine Zerreißprobe stellte.

Nun: Die Generalprobe verlief schon sehr gut – die kleinen Akteure haben ihren Part fleißig studiert. „Seit Mitte November liefen insgesamt schon die Proben. Zusätzlich kommt selbstverständlich eine große Unterstützung durch die Eltern unserer kleinen Schauspieler und Sänger“, meint Borowansky.

Heute steht um 15 Uhr in der Brüderkirche im Rahmen des erstmals vom neuen Pfarrer Sandro Vogler mit der Gemeinde gefeierten Gottesdienstes die Premiere des Krippenspiels 2016 an. Wer sich überraschend lassen will, ist dazu herzlich willkommen. Aber eine Konstante hat auch das aktuelle Stück: Gemeinsam wird die Gemeinde dann „Stille Nacht“ singen.

Von Jörg Wolf

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