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Krönender Abschluss mit ein bisschen Protest

Krönender Abschluss mit ein bisschen Protest

Die Thüringer Heinrich-Böll-Tage, die es in ihrer 14. Auflage zum ersten Mal nach Altenburg verschlagen hatte, endeten so wie sie begannen - mit großem Publikumsinteresse.

Altenburg.

Den Schlusspunkt setzte am Sonnabend eine Heinrich-Böll-Nacht im fast bis auf den letzten Platz besetzten Saal im Mauritianum. Alle Böll-Liebhaber erwartete ab 20 Uhr ein abwechslungsreiches Programm zum Leben und Werk des Schriftstellers. Neben biografischen Details zu Bölls Leben, beispielsweise zu seinem Verhältnis zur DDR, waren auch Auszüge aus verschiedenen Werken zu hören - vorgetragen von Peter Przetak, Leiter der Theaterfabrik Gera, und Philipp Reinheimer, Schauspieler am Altenburg-Geraer Theater.

 

Ein wenig Staunen machte die zahlreichen Besucher allerdings eine völlig unerwartete Protestaktion vor dem Mauritianum. Fünf junge Leute von der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) haben auf Plakaten und Zetteln Leiharbeit und Lohndumping bei der Heinrich-Böll-Stiftung angeprangert. Denn es würden hier nicht wie bei anderen politischen Stiftungen üblich die Mitarbeiter direkt, sondern über Drittfirmen zu prekären Arbeitsbedingungen beschäftigt - und das bei der parteinahen Stiftung der Grünen. Mit unserer Zeitung reden wollten die jungen Leute allerdings nicht. Sie beließen es am Samstagabend bei einem stummen Protest.

 

Wie die Pressesprecherin der Thüringer Heinrich-Böll-Stiftung, dem Ausrichter der Böll-Tage in Altenburg, auf Nachfrage erklärte, richte sich der Protest gegen die Bundesstiftung. "Das hat mit der Thüringer nichts zu tun", so Solveig Negelen. Außerdem wurde an interessierte Gäste eine Erklärung der Bundesstiftung verteilt, auf der die wichtigsten Fragen zur Einstellungspraxis erläutert wurden.

 

Insgesamt zeigte sich Negelen mit der Resonanz auf die insgesamt sechs Veranstaltungen im Zeitraum von anderthalb Wochen in Altenburg und Rositz sehr zufrieden. Bis auf das am 1. Februar geplante "Irish Dinner", das wegen mangelnder Nachfrage abgesagt werden musste, erfreuten sich die Angebote großer Resonanz und zeugten vom Interesse an der Arbeit und dem Leben des Literatur-Nobelpreisträgers.

Ellen Paul

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