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Altenburg Kulturminister besucht Luther-Schule
Region Altenburg Kulturminister besucht Luther-Schule
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20:58 19.01.2014
Beim Besuch in der Klasse 1a interessiert sich Kultusminister Christoph Matschie (r.) unter anderem dafür, womit sich Helena und Kilian gerade beschäftigen. Quelle: Mario Jahn

Denn Christoph Matschie (SPD) hat als Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur recht viel mit Büchern zu tun.

Aber eben auch mit Schulausstattung, Unterrichtsniveau und Personalproblemen. Deshalb nutzte er seinen Besuch in der Skatstadt am Freitag zur offiziellen Eröffnung des Themenjahres Reformation und Politik 2014 (OVZ berichtete), um auch in einer Schule nach dem Rechten zu sehen. In diesem Fall in der Altenburger Luther-Schule, gleich gegenüber den Roten Spitzen, mit 186 Schülern in acht Klassen eine der größten der Region. Nach kurzen Abstechern im Untericht bot sich für Minister und Pädagogen die Gelegenheit zum Klartext reden - und die wurde auch genutzt.

"Mittlerweile ausreichend", bekam Matschie vom Schulleiter zu hören, als er die Gretchenfrage nach der Personalausstattung stellte. "Natürlich ist immer alles auf Kante genäht, niemand darf ausfallen und jeder Lehrer, der geht, wird hoffentlich ersetzt", bekannte Naundorf mit Blick auf seine Kollegen.

Sorgen gibt es trotzdem. Beispielsweise fehlen die sogenannten Klassenleiterstunden, mit denen Lehrer zusätzliches Engagement mit ihren Schülern in der Freizeit abgelten könnten. Der Hort wird super angenommen, 169 Mädchen und Jungen besuchen ihn regelmäßig. "Aber die Belastung der Kolleginnen ist groß", so Hortleiterin Regina Schnell. "Wenn eine Kollegin fehlt, muss die andere 27 oder 28 Kinder betreuen. Das geht nicht lange gut, dann fällt sie wahrscheinlich auch aus."

Brita Müller-Weiske von der Schulverwaltung der Stadt betonte in diesem Zusammenhang, es sei "illusorisch zu glauben, dass sich gut ausgebildete Erzieher auf 50-Prozent-Stellen bewerben", wie sie derzeit nur angeboten werden. Und es sei auch keine Lösung, solche Lücken mit Bürgerarbeitern zu füllen. In Gößnitz, so eine Information in der Runde, würde dies aber bereits praktiziert.

Auch die Pläne des Landes zur Kommunalisierung der Horte werden an der Luther-Schule mit Angst beobachtet, sagte Naundorf. Die Pädagogen befürchten einerseits, dass das über Jahre gewachsene Zusammenspiel zwischen Lehrern und Erziehern darunter leidet und anderseits die Kommunen mit ihren stets leeren Kassen versucht sein könnten, gerade hier noch weiter zu sparen.

Christoph Matschie versuchte solche Bedenken zu zerstreuen. Die Kommunalisisierung beispielsweise werde es nur dort geben, wo alle Beteiligten sie wollen. Und Neueinstellungen seien durch den Haushalt leider Grenzen gesetzt.

Günter Neumann

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