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Altenburg Aus Plaza wird Kaufland: Kunden kaufen und kämpfen in Altenburg-Nord
Region Altenburg Aus Plaza wird Kaufland: Kunden kaufen und kämpfen in Altenburg-Nord
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16:39 06.04.2017
Der Kaufland-Markt an der Kauerndorfer Allee.   Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

 „Aus plaza wurde Kaufland“ titelte die OVZ im Lokalteil am 5. September 1995. Gemeint war damit der Kauf des Supermarkts an der Kauerndorfer Allee in Altenburg-Nord durch die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm, zu der Kaufland gehört. Verkäufer war die finanziell in Schieflage geratene Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel, die zusammen mit dem Warenhaus in der Skatstadt zeitgleich alle ihre sieben Märkte im Osten Deutschlands abstieß.

Und Kaufland bewies deutlich mehr Geschäftssinn als der Vorbesitzer. Denn knapp 22 Jahre nach der Übernahme des Standorts am Rande der Plattenbausiedlung gibt es ihn noch immer. Mehr noch: Der Einzelhandelsriese aus Baden-Württemberg hat einiges investiert. Zwar blieb die Verkaufsfläche von etwas mehr als 5000 Quadratmetern nach Kaufland-Angaben in über zwei Jahrzehnten nahezu unverändert, dafür aber hat sich das Aussehen mehrfach gewandelt und die Zahl der Beschäftigten von 65 auf inzwischen über 110 fast verdoppelt. Zudem erweitert seit 2001 unter anderem eine Post-Filiale das Angebot des Supermarkts und seiner Konzessionäre, zu denen unter anderem ein Bäcker, ein Foto-Laden, ein Florist und ein Bekleidungsgeschäft gehören.

Diesen Kurs setzt Kaufland nun fort und will die hiesige Filiale demnächst modernisieren. „Derzeit erarbeiten wir den Bauantrag“, teilt Unternehmenssprecherin Andrea Kübler auf Nachfrage mit. „Wir werden dieses Jahr mit den Bauarbeiten beginnen, die Fertigstellung ist für Anfang 2018 geplant.“ Eine Begründung, warum man die Arbeiten, die eigentlich schon für 2015/16 geplant waren, verschoben hat, blieb man jedoch schuldig. Offenbar überschnitt sich dieses Vorhaben mit der Entwicklung eines neuen Markt-Konzepts, das man nun auch im Norden der Skatstadt umsetzen will.

25 Jahre OVZ

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„Die Filiale präsentiert sich nach seinem Umbau in modernen Farben kombiniert mit hellem Holz“, erklärt Kübler. Zudem gebe es ein neues Beleuchtungskonzept, das die Atmosphäre angenehmer machen soll. „Der Zutritt in den Markt wird barrierefrei sein, ohne die bisherige automatische Eingangsanlage.“ Auch würden in den Mittelgängen künftig keine Waren mehr platziert, was für mehr Bewegungsfreiheit und Übersicht sorge. Außerdem würden unter anderem eine Fleischbedienungstheke und neue Kühlanlagen eingebaut und das Sortiment um einen separaten To-Go-Bereich erweitert.

Wohin die Reise gehen kann, zeigt die Kaufland-Filiale in Altenburg-Südost in der Käthe-Kollwitz-Straße. Dort wurde vergangene Woche gerade eine umfangreiche Modernisierung abgeschlossen, ein neues Ladenkonzept etabliert.

In Altenburg-Nord soll übrigens auch der Bereich vor den Kassen neu gestaltet werden, lässt das Kaufland-Management wissen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Konzept sollen Ernsting’s Family und Floribunda erhalten bleiben. Vor zwei Jahren war bekannt geworden, dass deren Mietverträge gekündigt worden waren, weil Kaufland plante, die Post-Filiale aus dem Anbau ins Hauptgebäude zu integrieren und dort Büros und Sozialräume zu schaffen. Die Kunden kämpften aber mit Unterschriftenlisten gegen diesen Verlust – mit Erfolg.

Von Thomas Haegeler

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