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Altenburg Kunstgriff Theater
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21:22 13.02.2014
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Altenburg

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Einige Ergebnisse sind derzeit in der Altenburger Rathausgalerie zu besichtigen. Jetzt fand das vom Thüringer Kulturministerium finanziell unterstützte Projekt mit dem Kunstkurs der 11. Klasse des Christlichen Spalatin-Gymnasiums seinen Abschluss.

Thematisiert wurde dabei der spannende Bühnenraum im Landestheater: In Altenburg konnten die Schüler vor und hinter der Bühne zeichnen und fotografieren, einen Umbau mit den verschiedenen technischen Vorrichtungen beobachten. Im Lindenau-Museum schloss sich der kulturhistorische Kreis in den Lindenau-Sammlungen in einer Führung mit Susanne Reim: Theatermodelle und Bilder auf antiken Gefäßen verweisen auf die Entstehungszeit des Theaters in der griechischen Antike und auf Dionysos als "Hüter" des Theaters. Aus der griechischen Tragödie sind die ersten Maschinerien bekannt, die dem Geschehen auf der Bühne eine dramatische Wende ermöglichten.

Die Schüler der 11. Klasse konnten sich für die praktisch-künstlerische Arbeit im Studio für eine von zwei Gruppen entscheiden, wobei das im Theater gesammelte Material verwendet wurde. Die erste Gruppe arbeitete unter Anleitung der Leipziger Grafikerin Nadine Respondek, die auch schon das Skizzieren im Theater begleitet hatte, an einer Kaltnadelradierung. Ein besonderer Schwerpunkt lag hier im Ausloten verschiedener Möglichkeiten dieser Technik. Nach dem ersten Druck wurde weiter an der Zinkplatte gearbeitet - poliert, gekratzt, das Metall mit verschiedenen Werkzeugen bearbeitet -, dann erneut gedruckt, mit mehreren Farben ausgerieben, experimentiert. Anregungen holten sich die Schüler auch in der Lindenau-Bibliothek, wo Mitarbeiter Klaus Jena ihnen besonders interessante Beispiele für verschiedene druckgrafische Techniken vorlegte. Von jedem Teilnehmer ist eine kleine Reihe unikater Drucke entstanden.

Die zweite Gruppe hatte sich in gemeinsamer Arbeit mit der Illustratorin Halina Kirschner die Gestaltung eines Bühnenraums als Pop-up-Buch vorgenommen. Planerisches Denken und ein gutes Vorstellungsvermögen waren gefordert. Gepaart mit kreativem Geschick, der Lust am Ausprobieren und Geduld entstanden so fünf unterschiedliche "Bühnen", einzigartig und mit Witz.

Inhaltlich flossen dabei die aktuellen Erfahrungen des eigenen Theaterspielens ein, die die Schüler mit Friedrich Dürrenmatts Stücken "Die Physiker" und "Der Besuch der alten Dame" im Unterricht gemacht haben. Zu zweit oder dritt wurden die Pop-up-Bühnen geplant, dabei auf eigene Theaterfotos und -zeichnungen zurückgegriffen, die Farbigkeit festgelegt, Material mit Bedacht ausgewählt. Es wurde geschnitten, gefaltet und geklebt. Die Buchdeckel wurden bezogen, mit Buchbinderleinen verbunden, zuletzt die fertigen Bühnen - eine oder sogar mehrere aufstellbare Doppelseiten - in diesen Einband eingeklebt.

Ulrike Weißgerbe

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