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Altenburg Labyrinthehaus von Altenburg wird zum Besuchermagneten
Region Altenburg Labyrinthehaus von Altenburg wird zum Besuchermagneten
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00:34 07.04.2018
Auf über 2000 Quadratmetern Fläche sind in der historischen Josephskaserne vier Labyrinthe untergebracht. Altenburgs Labyrinthehaus möchte sich in diesem Jahr erweitern. Bis zum Sommer soll ein Velociraptor aus dem Jurassic Park hinzukommen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Rund 30 000 zahlende Besucher haben 2017 den Weg ins Labyrinthehaus von Altenburg und auch wieder herausgefunden. Das ist ein Besucherrekord und zeigt, dass die Einrichtung am Hausweg die vorhandenen Angebotslücken einer für alle Wetter geeigneten Indoor-Attraktion und einem Erlebnis für jüngere Menschen gleichermaßen schließt. Das teilt die Altenburger Tourismus GmbH mit.

Danach kommen die Besucher aus ganz Mitteldeutschland und dem Norden Frankens. Es sind Familien, Freundeskreise und Paare. Darüber hinaus werden dort Junggesellen-Abschiede, Firmen-Partys und Geburtstage gefeiert.

30 000 Besucher an 360 Öffnungstagen – täglich von 10 bis 18 Uhr – bedeutet dabei keine Überfüllung der Anlage. Denn Besitzer Bernardus Barber-Seyberth hat inzwischen weit über 2000 Quadratmeter in der historischen Josephskaserne in vier spannende Labyrinthe verwandelt und ist beständig weiter am Bauen. Unter anderem plant er das erste Bambuslabyrinth in den Neuen Ländern. Damit es bis dahin nicht langweilig wird, hat er sich einen eigenen Velociraptor aus dem Jurassic Park bestellt. Bis zu den Sommerferien soll er zur Attraktion des Hauses werden.

30 000 Besucher müssten nach einem etwa zweistündigen Aufenthalt im Labyrinthehaus auch den Weg in die Innenstadt finden, um noch zumindest für eine oder zwei zusätzliche Stunden die Spielkartenstadt zu erkunden. Damit und durch seine Mitgliedschaften in den Tourismusverbänden Altenburger Land, im Leipziger Neuseenland und Saale-Unstrut will Barber-Seyberth seinen Beitrag zur Tourismusentwicklung in der Region leisten. Denn die meisten der Besucher kommen eigens wegen des Labyrinthehauses und nicht, weil sie unbedingt nach Altenburg wollen. Dieses touristische Produkt sei ein Leuchtturm, der Menschen anzieht, die sich sonst nicht für die Residenzstadt interessieren würden, erklärt er.

Die fußläufige Beschilderung vom Schlosspark und vor allem auf dem kürzesten Weg vom Bahnhof ist umgesetzt. Barber-Seyberth findet es aber schade, dass es seit weit über einem Jahr nicht gelungen ist, seinen Antrag auf eine straßenverkehrliche Ausschilderung des Labyrinthehauses zu bearbeiten. Denn er ist überzeugt, dass seine Besucher zwar bei ihm Spaß am Suchen nach dem richtigen Weg haben, bei der Anfahrt in den Hausweg aber dann doch richtungsweisende Informationen schätzen würden.

Mit 30 000 Gästen pro Jahr nimmt das Haus einen Spitzenlatz unter den Besuchermagneten im Landkreis ein. Das Residenzschloss kommt mit eigenen und fremden Veranstaltungen auf 62 000, das Lindenau-Museum auf etwa 17 000 und Burg Posterstein auf rund 20 000 Gäste.

Mit diesen kulturellen Anbietern will sich Barber-Seyberth aber nicht vergleichen, da deren Ziel ja nicht vordergründig die Belustigung, sondern die Wissensvermittlung und Wissensbewahrung ist.

Von ovz

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