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Altenburg Lärm-Ärger nach Kunstflug in Nobitz
Region Altenburg Lärm-Ärger nach Kunstflug in Nobitz
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07:16 31.05.2018
Kunstflieger wie dieser dürfen auch von Altenburg-Nobitz aus starten. Quelle: privat
Nobitz

Auf dem Leipzig-Altenburg Airport ist möglich, was auf manch anderem Flugplatz nicht geht. Kunstflüge zum Beispiel. Ein Gebiet nordöstlich des Airports über dem Leinawald, das den eigentlichen Flugbetrieb nicht tangiert, ist als sogenannte Kunstflugbox eigens für derlei Übungen vorgemerkt. Recht häufig kommen deshalb Kunstflieger nach Nobitz.

Am Pfingstmontag sorgte das allerdings für Ärger in der Nachbarschaft. An jenem 21. Mai sei es über dem Leinawald und den angrenzenden Ortschaften zu erheblichem Fluglärm gekommen, hieß es gestern vonseiten der Flugplatz-Leitung in Reaktion auf entsprechende Beschwerden. Der Lärm sei von einem nicht ortsansässigen Kunstflieger ausgegangen, der die Erlaubnis erhalten hatte, an mehreren Tagen am Flugplatz in dem vorgesehenen Luftkorridor zu üben. „Nach übereinstimmenden Aussagen von Bürgern soll sich der Pilot bei seinen Flugübungen nicht an die vorgeschriebenen Flughöhen gehalten haben“, sagte Frank Hartmann, Geschäftsführer der Flugplatz Altenburg-Nobitz GmbH. Hinzu komme, dass es am Pfingstmontag windstill gewesen sei und der verwendete Flugzeugtyp nicht gerade zu den lauteren gehörte.

Flugplatz-Geschäftsführer bedauert Lärmbelästigungen

Die Lärmbelastung habe deshalb offensichtlich ein erträgliches Maß überschritten. „Wir entschuldigen uns für diesen Vorfall bei allen Betroffenen. Wir nehmen die vom Flugplatz ausgehende Lärmbelastung sehr ernst und werden künftig Vorsorge treffen, dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt.“ Dazu beitragen sollen laut Hartmann intensivere Belehrungen der Piloten, aber gegebenenfalls auch die Ablehnung von Maschinen, die als recht laut einzuschätzen sind.

Trotzdem werden auch in Zukunft immer mal wieder Kunstflieger am Himmel über dem Leinawald zu beobachten sein. Das nächste mal schon ab heute: In Vorbereitung auf die Bayerischen und Deutschen Meisterschaften werde am Altenburger Flugplatz vom 31. Mai bis 2. Juni ein Kunstflugtraining stattfinden. „Zuschauer sind herzlich eingeladen“, wirbt Hartmann. „Es wird die seltene Kombination dreier russischer Wettkampfmaschinen zu sehen sein.“ Neben den beiden auf dem Flugplatz stationierten Flugzeugen YAK 55 und Sukhoi 29 werde noch der Einsitzer von Sukhoi, eine SU 31, erwartet. Alle Maschinen sind reine Sportgeräte für den Wettkampf und gewannen in den zurückliegenden Jahren diverse Wettkämpfe. Gerade die SU 31 habe in den letzten 20 Jahren alle Weltmeisterschaften gewonnen.

So laut wie am Pfingstmontag soll es jedoch nicht wieder werden. „Da alle drei Flugzeuge mit dem russischen Standardmotor, einem 9-Zylinder-Stern, ausgerüstet sind, wird sich diesmal die Lärmbelastung in Grenzen halten und kein sägender Sound vom Himmel schallen“, verspricht der Flugplatzchef.

Von Kay Würker

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