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Lage der Kreisstraßenmeisterei wird immer schwieriger

Lage der Kreisstraßenmeisterei wird immer schwieriger

Die zum Landratsamt gehörende Kreisstraßenmeisterei stößt immer mehr an ihre Grenzen. Das geht aus dem Lagebericht hervor, der vor einiger Zeit dem Kreistag vorgelegt wurde.

Altenburg. Am Anfang ihres Berichts sprechen die Autoren der Kreisstraßenmeisterei noch von einer Herausforderung, die Aufgaben mittels der zur Verfügung stehenden Gelder zu erfüllen. Kurz darauf werden sie schon deutlicher: "Die in die Jahre gekommene Gerätetechnik birgt zukünftige Reparaturrisiken", heißt es. Aus eigener Kraft seien die Probleme nicht mehr zu lösen, vor allem auch wegen der weiteren Abstufung von Landes- zu Kreisstraßen.

Der Zuschuss aus der Kreiskasse in Höhe von 1,1 Millionen Euro reiche nicht mehr aus. Der Verschleiß und die Schadensbilder auf den Kreisstraßen und Brücken seien nicht über die Ausgaben für den Unterhaltungs- und Dienstbetrieb zu finanzieren. Vielmehr gehe es hier um reine Instandsetzungsarbeiten größeren Umfanges, die an die Kapazitätsgrenze der Kreisstraßenmeisterei stießen. Für derartige Aufgaben sollten finanzielle Mittel, insbesondere für Leistungen bei Gefahr, im Fachdienst Straßenbau und Straßenverwaltung bereitgestellt werden. Erschwerend für einen reibungslosen Ablauf wirkte sich die angespannte Personalsituation aus. Nach wie vor seien drei Stellen unbesetzt, wodurch ein komplettes Team fehle. Der Zuschuss des Kreises reiche nicht, um die fehlenden Stellen zu besetzen.

Der Betreuungsumfang je Straßenwärter liege daher nach wie vor bei über 15 Kilometer und damit weit über dem Bundesschnitt. Der nämlich beträgt eins zu 9,6 Kilometer. Nur durch die Abstellung von Personal des Recyclingzentrums konnte beispielsweise der Winterdienst abgesichert werden. Die finanzielle und personelle Ausstattung sei bei der Vielzahl der zunehmenden Schadensbilder und der zu erwartenden Abstufung von Landes- zu Kreisstraßen völlig unzureichend. Die Werkstatt wurde bei Notreparaturen mit Straßenwärtern besetzt. Krankheitsbedingte Langzeitausfälle haben die angespannte Personalsituation weiter verstärkt. Dies erforderte auf der einen Seite erhebliche Mehrbelastungen beim vorhandenen Personal. Auf der anderen Seite konnten weniger Leistungen auf der Straße erzielt werden. Die teilweise Überalterung der Gerätetechnik wirkte sich ebenso negativ auf den Arbeitsablauf aus. Für die Gewährleistung der Einsatzfähigkeit dieser Technik mussten rund 28 800 Euro mehr als geplant ausgegeben werden, heißt es im Bericht.

Neben all diesen Problemen sorgen sich die Straßenmeister auch um ihre eigene Zentrale in Molbitz, deren Zustand sich von Jahr zu Jahr verschlechtert hat. Der Kreistag hatte sich 2010 daher auch für einen Neubau in Mockern ausgesprochen. Doch der dauert. In diesem Jahr soll mit den Planungen und im nächsten Jahr mit den Ausschreibungen begonnen werden. Daher entschloss sich die Werkleitung, schon 2009 keine werterhaltenden Maßnahmen am Betriebsstandort Molbitz auszulösen. Allein die dadurch notwendige Stilllegung der Waschhalle verursachte im Jahr 2009 Gesamtkosten für die Fahrzeugpflege in Höhe von 4223 Euro.

Zum Abschluss ihres Berichts schlagen die Autoren allerdings wieder beruhigende Töne an. "Es kam zu keiner Zeit zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit oder zu Einschränkungen in der Flüssigkeit und Leichtigkeit des Verkehrs auf den Kreisstraßen."

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