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Land fördert Putenmast mit 375 000 Euro

Land fördert Putenmast mit 375 000 Euro

Proteste und Einsprüche haben nichts genützt. In dieser Woche hat der Bau der Putenmastanlage auf einem Feld bei Göhren in Richtung des Altenburger Ortsteils Kürbitz begonnen.

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Der Bau für die Putenmast hat begonnen

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Erfurt. Zunächst wird die abgesteckte Baufläche planiert. Der Betrieb für 48 600 Tiere soll auf 25 400 Quadratmetern entstehen, wovon rund 15 500 Quadratmeter voll versiegelt werden.

 

Die Kosten betragen 2,2 Millionen Euro. Nun steht fest, dass 375 000 Euro vom Land bezuschusst werden. Darüber informierte die Pressestelle des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft die OVZ auf eine entsprechende Anfrage. "Für die Putenmastanlage wurden bereits 2013 Fördermittel im Rahmen des Agrarinvestitionsförderungsprogramms 2007 bis 2013 bewilligt", erklärte Pressesprecherin Antje Hellmann. Voraussetzung war die umweltschutzrechtliche Genehmigung, die nach intensiver Prüfung vorliegt, wodurch nun auch die Fördermittel bewilligt wurden.

 

Die neue Landesregierung hat im Koalitionsvertrag allerdings festgelegt, neue Großställe nicht mehr zu bezuschussen und neue Kriterien für eine tiergerechte Landwirtschaft aufzustellen. Die Subventionierung von Stallbauten werde ab diesem Jahr so ausgerichtet, dass die Einhaltung strenger Kriterien sowie kleinere Anlagen besonders gefördert werden, hatte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) angekündigt.

 

Pressesprecherin Hellmann sieht zwischen dieser Ankündigung und der Förderung der Putenmast bei Göhren keinen Widerspruch. Die strengeren Regeln für die Investitionsförderung landwirtschaftlicher Unternehmen gelten erst ab der Antragstellung 2015, erklärte sie. Die Förderung sei an die Einhaltung baulicher Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung und an die umweltschutzrechtlichen Genehmigungen gebunden. Projekte, die bestimmte Schwellenwerte unterschreiten, würden vorrangig bezuschusst. Das, betont Hellmann, schließe die Subventionierung größerer Anlagen nicht generell aus. Für die Förderzusage der Anlage bei Göhren war das zum Zeitpunkt der Bewilligung geltende Förderrecht anzuwenden.

 

Auch Thüringens neue Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hatte sich gegen die Putenmastanlage und gegen die Unterstützung neuer Tierfabriken ausgesprochen.

Kasel, Beatrice

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