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Land und Bund schütten Geld für neue Kita-Plätze aus

Förderprogramme Land und Bund schütten Geld für neue Kita-Plätze aus

Bund und Land stellen dem Landkreis bis 2020 rund 1,37 Millionen Euro zur Verfügung, womit neue Kindergartenplätze geschaffen werden können und Geld für eine modernere Einrichtungen bereitgestellt wird. Über die Verteilung entscheidet nach einer Antragsfrist im November der Jugendhilfeausschuss des Kreistages.

Die Kita in Rositz hat in den nächsten Jahren noch genügend freie Plätze. Nicht überall im Kreis ist dies so.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Land und Bund wollen das Füllhorn über jenen Kommunen ausschütten, die in mehr Betreuungsplätze und in modernere Ausstattung ihrer Kindergärten investieren möchten. Für den Landkreis bedeutet dies ein Sümmchen von 1,37 Millionen Euro von 2017 bis 2020. Das Rennen um diesen warmen Regen ist eröffnet.

Viel Zeit haben die Betreiber nicht mehr, die nötigen Anträge zu stellen. Bis Ende Oktober müssen diese im Landratsamt eingegangen sein. Darüber informierte Frank Tanzmann (CDU), der Chef des Jugendhilfeausschusses, die OVZ. Dieses Gremium wird am 23. November über die Vergabe entscheiden. Da der Bedarf höher als die bereitgestellten Gelder sein wird, hat sich der Ausschuss auf Kriterien geeinigt, die eine sinnvolle Vergabe der Zuschüsse absichern soll. Das Investitionsprogramm des Bundes zielt auf die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für alle Kinder ab. Kriterien hier sind die Auslastung, die Versorgungsquote in der jeweiligen Gemeinde sowie Auflagen für den Brand- und den Gesundheitsschutz. Maßstab ist ein Punktesystem.

Das Landesprogramm hat Investitionen in die Ausstattung von Einrichtungen im Fokus. Hierbei sollen Kitas bevorzugt werden, die pädagogische Herausforderungen rund um die Themen Bewegungsförderung, Gesundheitsversorgung, Inklusion, Familienorientierung und Lärmschutz besser bewältigen wollen. Chancen können sich jene Kitas ausrechnen, die in der Vergangenheit nicht oder selten gefördert wurden.

Nicht überall im Landkreis ist die Schaffung neuer Kita-Plätze nötig. Die Auslastung ist sehr unterschiedlich. Bedarf besteht in Zukunft vor allem in Altenburg. Zum Stichtag 1. September 2017 meldeten 3 der 13 Einrichtungen, dass es keine freien Plätze mehr gibt. Einer Prognose zufolge sind dies am
1. März 2018 bereits neun. Keine freien Kapazitäten gibt es dieser Hochrechnung zufolge im Frühjahr 2018 auch in vier von sechs Meuselwitzer Kindergärten, ebenso wie in Lehndorf, Kostitz, Lödla, dem „Knirpsenland“ in Gößnitz und Ponitz. Eine Überversorgung dagegen gibt es vor allem in den Verwaltungsgemeinschaften Wieratal und Oberes Sprottental. Das „Zwergenstübchen“ in Rositz vermeldet Anfang nächsten Jahres sogar 31 freie Plätze und ist damit Spitzenreiter im Kreis, gefolgt von der Kita im Jückelberger Ortsteil Flemmingen (24) und jene im Niederhainer Ortsteil Lohma (19).

Als eine der ersten hat die Gemeinde Ponitz auf die in Aussicht stehenden Fördergelder reagiert. Sie möchte ihre Kita mit einem Anbau für einen neuen Bereich für Kinder unter drei Jahren erweitern. Im Moment kann die Gemeinde den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem ersten Lebensjahr nicht erfüllen, sagt Bürgermeister Marcel Greunke (CDU). Durch den Neubau soll sich die Situation verbessern. Geplant sind Fußbodenheizung, ausreichend Sonnenschutz sowie Platz im Keller für Gruppenwagen. Die Kosten werden auf rund 500 000 Euro geschätzt. Die Gemeinde muss 50 000 Euro selbst aufbringen und hofft auf Zuschüsse in den Jahren 2018/19. Bekäme Ponitz die gewünschte Summe, wäre über ein Drittel der Gesamtförderung für den Landkreis bis 2021 schon weg.

Auch Frank Tanzmann bezeichnet die Fördersumme deshalb als zu gering. Der Ausschusschef befürchtet ein Hauen und Stechen um das Geld und spricht sich dafür aus, nur die dringenden Fälle zu fördern. Zunächst müsse jedoch abgewartet werden, welche Kitas überhaupt Anträge stellen. Dass der Landkreis insgesamt ausreichend Plätze habe, sei zwar gut, nütze aber jenen Eltern aus Altenburg nichts, die sich außerhalb ihrer Stadt Plätze suchen müssen. Das angestrebte wohnortnahe Kita-Angebot, sagte der CDU-Politiker, sei damit nicht sichergestellt.

Von Jens Rosenkranz

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