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Altenburg Landesprogramm für Toleranz und Weltoffenheit kommt für die Region zur rechten Zeit
Region Altenburg Landesprogramm für Toleranz und Weltoffenheit kommt für die Region zur rechten Zeit
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13:26 29.09.2011
Staatssekretär Hartmut Schubert übergibt den Scheck an Gunter Nehrig (r.), Vorsitzender von "education4kenya".

Die Landesregierung will 2011 und in den drei kommenden Jahren aus ihrem Programm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit 180 000 Euro für den Landkreis bereitstellen (OVZ berichtete). 87 Vertreter von Parteien, Vereinen, Bürgerinitiativen und der Kirche berieten kürzlich, wie das Geld am besten eingesetzt und das Programm wirksam umgesetzt werden kann.

Danach könnte die Einstellung der Bürger zu sozialen Randgruppen und deren Ausgrenzung ein zentrales Thema sein. Die Beschäftigung damit scheint bitter nötig. So lagen den Teilnehmern bedenkliche Zahlen vor, wonach es in Altenburg eine überdurchschnittlich hohe Ausländerfeindlichkeit gebe. Dies treffe auch auf die Intoleranz gegenüber Homosexuellen sowie behinderten Menschen zu. Wie man dieser Ausgrenzung entgegenwirken könne, ist im Moment noch unklar, vor allem wie man die breite Masse erreicht. Denkbar sei, das Problem bereits in Kindergärten und Schulen zu thematisieren und dafür dort geschultes Personal einzusetzen.

Ein zweiter Themenkomplex wird die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Tendenzen sein. Im Moment weiß allerdings kaum jemand so recht, welche Gruppierungen, Erscheinungsformen und Aktivitäten es dabei im Altenburger Land gibt. Experten wollen dies nun recherchieren und ihre Ergebnisse im November vorlegen. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll dann entschieden werden, wie man dem entgegenwirken kann und auf welche Zielgruppen es dabei besonders ankommt.

Ein drittes Themenfeld könnte die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen sein. Denn auch im Altenburger Land klagen Bürger über mangelnde Mitbestimmung. Hier wurde angeregt, dass Vertreter aus Politik und Verwaltung stärker auf die Bürger zugehen.

Neben der Förderung des ganzen Kreises will die Landesregierung speziell auch einen Altenburger Verein bei der Umsetzung des Programms für mehr Weltoffenheit unterstützen. "Education4kenya" erhielt daher vor wenigen Tagen 14 220 Euro. Der Großteil davon ist für Personalkosten und Honorare vorgesehen. Damit organisiert der Verein bis Ende des Jahres Vorträge an Schulen und Seniorenklubs, unterstützt Seminarfacharbeiten in Gymnasien, veranstaltet Themennachmittage in Kindertagesstätten und führt Ausstellungen an Schulen und in öffentlichen Einrichtungen durch.

"Education4kenya" hat sich mit dem Bau einer Schule in Mombasa einen Namen gemacht und nutzt die in Afrika gesammelten Erfahrungen bei den nun geplanten Veranstaltungen.

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