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Altenburg Landkreis erhöht ab Februardie Miete für Azubi-Wohnheim
Region Altenburg Landkreis erhöht ab Februardie Miete für Azubi-Wohnheim
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21:04 01.01.2014
Das Jugendwohnheim in der Ludwig-Hayne-Straße in Altenburg-Nord hat 190 Betten. Der Altbau soll nun mit höheren Mieteinnahmen saniert werden. Fotos: Mario Jahn Quelle: Mario Jahn

Während sich im älteren Teil des Heims nichts ändert, wird sich die Miete im Neubau ab Februar 2014 fast verdoppeln - auf monatlich 280 Euro. Das Geld soll für die Sanierung des Altbaus verwendet werden.

Betroffen sind von der Erhöhung etwa 70 Auszubildende. Der Rest der insgesamt 190 Betten entfällt auf den Altbau. Das Wohnheim soll vor allem jungen Menschen aus anderen Bundesländern, die im Altenburger Land eine Ausbildung absolvieren, eine kostengünstige Unterkunft bieten. "Die Schüler stammen überwiegend aus den neuen Bundesländern, vereinzelt auch aus den alten Bundesländern wie Bayern, Niedersachsen oder Hessen", teilt das Landratsamt mit. Sie werden an der Berufsbildenden Schule für Wirtschaft und Soziales und der Johann-Friedrich-Pierer Schule unter anderem zum Erzieher, Sozialassistenten, Lagerlogistiker, Speditionskaufmann und Elektriker ausgebildet. Für die Lehrlinge habe die Erhöhung kaum Auswirkungen, betont Sprecherin Jana Fuchs. Denn: "80 Prozent der Miete zahlen die Betriebe."

Wer trotzdem sparen will, kann ab Februar in den günstigeren Altbau umziehen. Dort waren im vergangenen Schuljahr nur die Hälfte aller Betten belegt. Bisher habe es aber noch keine Anfragen deswegen gegeben, so Fuchs. Als Grund für die Erhöhung werden ständig steigende Personal- und Betriebskosten angeführt. So kostete das Heim den Landkreis in diesem Jahr etwa 480 000 Euro.

Bei Mieteinnahmen von nur rund 170 000 Euro ist der Betrieb ein Zuschussgeschäft. Circa 300 000 Euro muss der Landkreis pro Jahr beisteuern. Diese Summe soll nun etwa um die Hälfte reduziert werden. Im Gegenzug wird die Miete teurer.

Das, was der Landkreis künftig spart, soll in die Sanierung des Altbaus fließen. "Dort muss dringend etwas gemacht werden", sagt Jana Fuchs. Die Fußböden stammen noch aus der Zeit, als das Gebäude gebaut wurde und sind über zehn Jahre alt. Es gebe "Gefahrenstellen", die nur teilweise behoben werden konnten. Am drängendsten sei die Erneuerung der Duschen und Toiletten. Außerdem sollen die Schüler neue Innentüren und technische Anlagen bekommen. "Die Wand- und Deckenflächen müssen in einen wohnlichen Zustand versetzt werden", zählt das Landratsamt weiter auf. Eine Aufgabe, die mehrere Jahre dauern wird, heißt es. Ob schon im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, ist noch offen. Irgendwann soll aber der Altbau dann genauso schick aussehen wie das neue Gebäude des Heims. Das wurde für 3,2 Millionen Euro grundhaft saniert und im Jahr 2007 eingeweiht.

Gina Apitz

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