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Landrätin: "Ich bin gespannt"

Landrätin: "Ich bin gespannt"

Das Wissenschafts- und Transfercenter Altenburger Land (WTC) lässt die Entwicklungspotenziale des Landkreises wissenschaftlich untersuchen. Ein entsprechendes Projekt läuft seit März am Geografischen Institut der Universität Bayreuth.

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Freuen sich über das Stipendium: Rick Hoppmann (l.) und Patrick Stein.

Quelle: Mario Jahn

Erste Erkenntnisse dieser bis 2015 laufenden Untersuchung wurden beim traditionellen Herbsttreffen des WTC präsentiert, bei dem auch die beiden 2000-Euro-Stipendien verlost wurden.

 

"Wir haben diesen langfristigen Forschungsauftrag vergeben, weil kommunalen Einrichtungen sowie Unternehmen des Kreises verwertbare Ergebnisse für die perspektivische Entwicklung des Altenburger Landes in die Hand gegeben werden sollen", sagte der Vorstandschef des WTC, Jürgen Gebhardt. Die dafür notwendigen Erfahrungen bringe der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeografie der Uni Bayreuth mit. Denn dort hat man sich in der Vergangenheit konkret mit Forschungen in strukturschwachen Regionen, speziell an der einstigen innerdeutschen Grenze in Oberfranken, beschäftigt. Ein ähnliches Bild finde sich im Altenburger Land.

 

Marcel Demuth, wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem Lehrstuhl, warnte bei der Präsentation der ersten Projektergebnisse davor, nun schon verbindliche Rückschlüsse zu ziehen. "Wir stehen erst am Anfang unserer zweijährigen Tätigkeit." Was die Wissenschaftler bislang übers Altenburger Land herausgefunden haben, ist so neu nicht und wenig erfreulich: Es ist eine Abwanderung junger Leute zu verzeichnen, wenngleich die im Sinken begriffen ist. Bei den Löhnen steht der Kreis am Ende der Thüringer Statistik und außerhalb des östlichsten Zipfels des Freistaates sei der Kreis sogar verbreitet unbekannt.

 

Für WTC-Chef Gebhardt hat das Projekt einen besonderen Charme: Die Wissenschaftler, die derzeit das soziale und wirtschaftliche Gefüge des Kreises so akribisch unter die Lupe nehmen, kommen von außerhalb. "Es gibt keinerlei Bindungen ins Altenburger Land und damit auch keinerlei mögliche Rücksichtnahmen." Die Befunde seien völlig neutral, sowohl im positiven als auch im negativen Bereich.

 

Worauf auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) sehr gespannt ist: "Ich bin interessiert an allen Arten von Studien, die auf Fakten basieren und damit greifbar sind. Als Naturwissenschaftlerin setze ich auf solche erwiesenen Tatsachen und nicht auf Träumereien, denen mancher andere Politiker nachhängt", sagte die einstige Lehrerin für Mathematik und Physik. Perspektivisch sollten auch die Bayreuther Erkenntnisse in ein Leitbild des Kreises einfließen. "Denn das haben wir bislang noch nicht", so Sojka.

 

Bevor aber über die Studie geredet wurde, konnte sich die Landrätin als Glücksfee probieren. Denn bereits zum 13. Mal hatte das WTC zwei Stipendien ausgelobt, Sparkasse und die Energie- und Wasserversorgung Altenburg stellen dafür wieder jeweils 2000 Euro zur Verfügung. Erfreulich: Im Gegensatz zum Vorjahr, als sich für die beiden Stipendien nur drei Bewerber meldeten, waren diesem 16 Frauen und Männer anwesend, die die Bedingungen erfüllten. "Das dürfte sogar ein neuer Rekord sein", freute sich der WTC-Chef.

 

Die Glücklichen sind Rick Hoppmann aus Rositz, der an der HTWK Leipzig Medieninformation studieren will und der Langenleuba-Niederhainer Patrick Stein, der Elektrotechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau belegt. Beide Namen zog die Landrätin aus dem Lostopf. "Klar freut man sich über das Stipendium. Denn es ist eine Hilfe", sagte Patrick Stein. Der 19-Jährige wie auch der ein Jahr jüngere Rick Hoppmann könnten sich durchaus vorstellen, eines Tages im Altenburger Land zu arbeiten - wenn sich dafür die entsprechenden Voraussetzungen finden.

 

© Kommentar Seite 13

Jörg Wolf

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