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Altenburg Landrätin Michaele Sojka wirbt Altenburgs Ex-Bürgermeister Frank Schmitt ab
Region Altenburg Landrätin Michaele Sojka wirbt Altenburgs Ex-Bürgermeister Frank Schmitt ab
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18:17 31.08.2012

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Nach einem sechsjährigen Intermezzo im Erfurter Rathaus übernimmt der Verwaltungsexperte damit noch einmal jene Aufgabe, die er von 2000 bis 2006 schon an der Seite des damals ebenfalls neu ins Amt gekommenen Altenburger Oberbürgermeisters Michael Wolf erfüllte: Als Trainer, Vertrauter und Konfliktlöser.

Landrätin Michaele Sojka sieht ihre Überraschungs-Personalie als enormen Vorteil für ihr Amt und den Landkreis. "Viele Dinge sind in den vergangenen Jahren liegengeblieben, beim Controlling der kreiseigenen Gesellschaften, in der Wirtschaftsförderung, bei der Qualifizierung der Mitarbeiter. Alles Bereiche, in denen Frank Schmitt große Erfahrungen hat."

Zudem sei das Engagement Schmitts als sogenannte Stabsstelle auf Basis eines 20-Wochenstunden-Vertrages mit dem Personalrat abgestimmt. Die auf die öffentliche und interne Ausschreibung eingegangenen 16 Bewerbungen seien von der Personalabteilung eigenverantwortlich gesichtet und bewertet worden. Der 44-jährige Diplomverwaltungswirt sei unter den letzten vier "eindeutig die Nummer eins" gewesen. Im Übrigen, weiß Sojka aus ihren Kontakten zu den anderen Neuen in Thüringen, seien ähnliche Berater von Gera bis Eisenach ebenfalls engagiert worden. "Ich freue mich sehr über diese Unterstützung. Ebenso übrigens Frau Gräfe. Wir sind uns völlig einig, dass sie ihre volle Amtszeit als Vize-Landrätin bis 2014 erfüllen wird", stellt Sojka klar.

Sie kennen sich lange: Als Kreisvorsitzende der damaligen PDS beobachtete Sojka vor zehn Jahren aufmerksam Schmitts Arbeit als harter Sanierer im Altenburger Rathaus, später als Linken-Landtagsabgeordnete sein Wirken in der Erfurter Stadtverwaltung. Dort war er anfangs als Bürochef des neuen OB, später als Dezernent und Wirtschaftsförderer tätig. Spektakuläre Ansiedlungen wie von Panasonic, Ikea, oder Zalando mit mehreren Tausend Arbeitsplätzen rechnet er sich zugute.

Doch nun sei sein Vertrag ausgelaufen. "Die wollten mich zwar behalten, doch Frau Sojka war schneller", sagt Schmitt. Und begründet seinen neuerlichen Wechsel nicht zuletzt mit der Belastung durch das tägliche Pendeln vom Wohnort Gera nach Erfurt und den schon 2006 bei seinem Weggang aus Altenburg akuten Überlegungen zu einem Sprung in eine private Tätigkeit, beispielsweise als Berater.

Dass er vor sechs Jahren nicht im Guten Altenburg verließ, hat er abgehakt. OB Michael Wolf nominierte ihn damals nicht mehr als Vize, die Rede war von einem gestörten Vertrauensverhältnis und Vorwürfen sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen. Die erwiesen sich im Rahmen des von ihm selbst angestrengten Disziplinarverfahrens als haltlos, wie Schmitt heute sagt: "Das ist alles Vergangenheit. Ich werde mit Altenburg genauso gut zusammenarbeiten wie mit allen anderen Städten und Gemeinden."

Und auch die Landrätin sieht keine Belastung ihres als sehr gut beschriebenen Verhältnisses zu Altenburgs OB. "Sein Veto wäre das einzige gewesen, das ich akzeptiert hätte. Aber es gab keins." Günter Neumann

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