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Landrätin Sojka will Schulnetzplan vor Kreisreform trotz Mini-Klassen nicht verändern

Altenburger Land Landrätin Sojka will Schulnetzplan vor Kreisreform trotz Mini-Klassen nicht verändern

Vor der geplanten Gebietsreform will Michaele Sojka (Linke) die Schulnetzplanung trotz Lehrermangels und Mini-Klassen nicht mehr verändern. Mit dieser Äußerung vor dem Kreistag Altenburger Land nimmt die Landrätin ihre Ankündigung zu Schuljahresbeginn zurück, Großstechau und Ponitz im Herbst erneut zur Disposition zu stellen.

Mit 50 Schülern ist die Grundschule Ponitz die kleinste ihrer Art im Landkreis. Die zweite Klasse zählt nur sechs Schüler.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Über das Schicksal der kleinen Grundschulen im Landkreis herrscht weiter Rätselraten. Die Debatte darüber gleicht immer mehr dem Spiel Schwarzer Peter, was kürzlich wieder auf dem Kreistag deutlich wurde. Für den Anlass sorgte der Ponitzer Bürgermeister, dessen Grundschule mit momentan 50 Schülern die kleinste ihrer Art im Altenburger Land ist. Marcel Greunke (CDU) fragte nach, ob die Landrätin über die Köpfe des Kreistages hinweg gegenüber dem Staatlichen Schulamt Ostthüringen erklärt habe, dass der Kreis auf seine kleinen Landschulen verzichtet. Ob Michael Sojka (Linke) dem Kreistag vorwirft, dass es zu wenige Lehrer gibt, wollte Greunke ebenso wissen.

Anlässe für solche Fragen gibt es einige. Für Greunke waren das Signale von Schulleitern, wonach der Kreistag bereit sei, kleine Schulen zu schließen. Auch das Schulamt soll seinen Informationen zufolge nachgefragt haben, wer die größten Wackelkandidaten seien, von denen man sich am ehesten trennen kann. Hinzu kommt die Einsicht bei immer mehr Kreisräten, dass für den um sich greifenden Lehrermangel auch viel zu kleine Klassen die Ursache sind. So wurden in Ponitz zwölf und in Großstechau 15 ABC-Schützen kürzlich eingeschult. Die Klasse zwei in Ponitz zählt gerade mal sechs, die vierte Klasse elf Schüler.

Auch Sojka selbst hatte die Debatte zum Schuljahresbeginn mit ihrer Ankündigung befeuert, im Herbst bei der Diskussion über die neue Schulnetzplanung im Kreistag die kleinen Schulen wie Ponitz und Großstechau erneut zur Disposition zu stellen.

Doch das hat Sojka nun angeblich gar nicht mehr vor, wie sie vor dem Kreistag erklärte. Bis zur Gebietsreform werde sie die Veränderung der gültigen Schulnetzplanung nicht noch einmal angehen. Den dafür günstigen Zeitpunkt habe der Kreistag verstreichen lassen, als er die von ihr vorgeschlagene Schließung von Ponitz ablehnte, machte Sojka deutlich. In der Tat hatte vor allem die CDU immer wieder betont, dass man aus finanziellen Gründen keine Schulen schließen wird.

Am Geld soll es nicht liegen, doch was ist mit den fehlenden Lehrern, die immer mehr zum Ärgernis bei besorgten Eltern werden? Dass das Thema wirklich bis zur Kreisreform abgehakt wird, ist deswegen mehr als zweifelhaft. Einen Grund lieferte die Landrätin selbst mit ihrer Bemerkung, dass sich keine Lehrer mehr finden, die an mehreren Mini-Schulen gleichzeitig arbeiten wollen.

Auch die Beschlusslage und der Druck aus Erfurt zwingen den Kreistag, sich noch einmal mit den Wackelkandidaten zu befassen. So stimmte der Kreistag dafür, die rückläufigen Schülerzahlen in Ponitz Ende 2016 nochmals zu bewerten und eine mögliche Aufnahme der Kinder in die Grundschule Gößnitz zu untersuchen. Entschieden werden soll im Februar 2017.

Neben Ponitz geht es dann auch um Großstechau mit momentan 61 Schülern, und Altkirchen, wo es 80 Kinder gibt, 20 davon sind Gastschüler.

Von Jens Rosenkranz

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