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Landrätin zieht positives Zwischenfazit zum Projekt für Langzeitarbeitslose

Sommerfest Landrätin zieht positives Zwischenfazit zum Projekt für Langzeitarbeitslose

Das Projekt für „Mehr wert sein – Mehrwert schaffen“ ist auf eine positive Resonanz bei den Teilnehmern gestoßen. Das wurde bei einem Sommerfest deutlich, zu dem Landrätin Michaele Sojka (Linke) eingeladen hatte. Das Projekt solle zeigen, dass es sich bezahlt macht, Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit zu finanzieren, sagte Sojka.

Landrätin Michaele Sojka erkundigt sich im Beisein von Korinna Mieting (l.) und Andrea Ludwar (r.) vom Verein Naterger über das Projekt „Mehr wert sein“.

Quelle: Tom Kleinfeld

Altenburg. Es schüttete wie aus Eimern, als Landrätin Michaele Sojka (Linke) die Teilnehmer des Modellprojekts „Mehr wert sein – Mehrwert schaffen“ zu einem kleinen Sommerfest in den Botanischen Garten nach Altenburg kürzlich eingeladen hatte, um nach einem guten halben Jahr erste Erfahrungen auszutauschen. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemeldung mit.

„Von dem Regen mal abgesehen, ist das eine passende Kulisse, schließlich ist eine Teilnehmerin hier tätig“, eröffnete Sojka in einem Pavillon sitzend die Veranstaltung. „Das Projekt startete Anfang des Jahres mit viel medialer Aufmerksamkeit, denn es soll – vor allem mit Blick auf die Bundespolitik – zeigen, dass es sich bezahlt macht, Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, fuhr sie fort.

Über die Initiative kommen insgesamt 20 Langzeitarbeitslose im Altenburger Land wieder in reguläre Arbeit. „Thüringenweit wird ‚Mehr wert sein – Mehrwert schaffen‘ nur noch im Ilmkreis umgesetzt. Umso gespannter bin ich nun auf ihre Erlebnisse und Erfahrungen“, gab sich Sojka neugierig in der großen Runde. Und das Feedback ließ nicht lange auf sich warten. Ein Teilnehmer ergriff sofort das Wort, beschrieb stolz, wie er dabei mithalf, das Deutsche Sportabzeichen an eine Grundschule im Landkreis zu holen. Eine andere Teilnehmerin erzählte, wie viel Freude es ihr mache, in einer Begegnungsstätte mit vielen alten Menschen zu arbeiten und dabei zu helfen, gemeinsame Frühstücke, Feste und Ausflüge zu organisieren.

Die nächste erinnerte sich, dass sie gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit ins kalte Wasser geworfen wurde: „Arbeiten Sie uns bitte für eine Präsentation zu“, hieß es nur und sie lieferte. Es sei ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden, so die Teilnehmerin. Eine weitere schloss sich ihr an und blickte augenzwinkernd in die Zukunft: „Das Projekt könnte ruhig zehn Jahre weitergehen.“

Doch „Mehr wert sein – Mehrwert schaffen“ ist auf drei Jahre beschränkt. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres ebnete der Kreistag mit einem Beschluss den Weg für die Umsetzung des Projektes, schließlich beteiligt sich der Landkreis jährlich mit rund 64 000 Euro – 17 Prozent der Gesamtkosten. Weitere Geldgeber sind das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (33 Prozent) sowie das Jobcenter Altenburger Land (43 Prozent). Auch die Einsatzstellen der Arbeitnehmer müssen monatlich rund 120 Euro beisteuern.

Die Teilnehmer sind beim Schmöllner Trägerverein Naterger angestellt und arbeiten in verschiedenen Institutionen des Altenburger Landes – so beispielsweise in beiden Tierheimen, im Botanischen Garten, dem Kreisfeuerwehrverband, dem Bauernhöfeverein, dem Kohlebahnverein, dem Studio Bildende Kunst, dem Weltcafé und in Begegnungsstätten der Gemeinden.

Von Jens Rosenkranz

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