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Landratsamt korrigiert Aussage zu Schimmelbefall im Lindenau-Museum

Altenburg Landratsamt korrigiert Aussage zu Schimmelbefall im Lindenau-Museum

Die Schlagzeilen um das Altenburger Lindenau-Museum reißen nicht ab. Zuletzt war berichtet worden, dass 140 Werke womöglich von Schimmelbefall betroffen sind. Als Träger des Museum reagiert das Landratsamt nun und korrigiert die Aussage. Es sollen nur 94 statt 140 Werke betroffen. Um die Bedingungen im Gebäude zu verbessern, wird zunächst das Dach saniert.

Das Gebäude des Lindenau-Museum braucht eine Generalsanierung.

Quelle: dpa-Zentralbild

Altenburg. Das Landratsamt hat auf die Berichte über möglichen Schimmelbefall an Gemälden aus dem Lindenau-Museum reagiert. Durch Untersuchungen von Restauratoren aus den Jahren 2014 und 2015 wisse man um den Handlungsbedarf bei der Restaurierung von Kunstwerken, heißt es vom Träger des Museums. „Dabei wurde deutlich, dass sehr viele Gemälde restauriert werden müssen und dass bei 94 der insgesamt 1000 Gemälde ein mikrobieller Befall vorliegt.“

Über die Art des Befalls seien jedoch keine Aussage getroffen worden, weil dies weitergehende Untersuchungen erfordere, teilte die Behörde weiter mit und will damit offenbar Spekulationen vorbeugen. „Es kann sich also um unterschiedliche Bakterien oder Pilze handeln.“ Die meisten der 94 Bilder seien schon vor sehr langer Zeit ins Museum gekommen, ihre Herkunft habe aber nicht immer geklärt werden können. Damit widerspricht das Landratsamt Aussagen der stellvertretenden Leiterin des Lindenau-Museum, Sabine Hofmann, wonach 14 Prozent der Kunstwerke im Bestand betroffen seien.

Das Lindenau-Museum kämpft seit langem mit unzulänglichen Lagerungsbedingungen in den Depots. Deswegen habe sich der Kreistag bereits am 1. Oktober 2014 für eine Generalsanierung des Hauses entschieden, heißt es aus dem Landratsamt. „Auf dieser Basis hat der Landkreis mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates Thüringen notwendige vorbereitende Studien in Auftrag gegeben, zum Beispiel Klimamessungen, Holzschutzgutachten und eine denkmalpflegerische Zielstellung.“ Letztere sei für das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie zwar die Basis für die Ablehnung eines Erweiterungsbaus gewesen, solle aber in erster Linie die Entscheidungen während der Generalsanierung erleichtern.

Parallel dazu hat der Landkreis die Dachsanierung des Lindenau-Museums vorangetrieben. „Inzwischen sind die Leistungen ausgeschrieben und vergeben, so dass schon im Februar mit der Realisierung des 600 000 Euro teuren Vorhabens begonnen werden kann“, teilte das Landratsamt weiter mit, verwies aber zugleich auf entsprechende Witterung als zwingende Voraussetzung. Läuft alles nach Plan soll das Dach bis zum Jahresende fertig sein.

Von Thomas Haegeler

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