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Altenburg Landrätin handelt im Müllstreit in Altenburg-Nord
Region Altenburg Landrätin handelt im Müllstreit in Altenburg-Nord
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00:17 21.10.2016
Immer wieder wird in Altenburg-Nord, wie hier in der Albert-Levy-Straße, illegal Müll entsorgt, was die Anwohner nervt. Um die Entsorgung ist zwischen Stadt und Landratsamt ein Streit entbrannt. Quelle: privat
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Altenburg

Landrätin Michaele Sojka (Linke) lässt den Streit um illegale Müllablagerung und deren Entsorgung in Altenburg-Nord nicht weiter eskalieren. So prüft das Landratsamt derzeit nach eigenen Aussagen die von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) eingerechten Unterlagen. „Auf den ersten Blick fällt auf, dass bereits angemeldete Sperrmüllhaufen in den Unterlagen erfasst wurden, welche in den nächsten Tagen abgefahren werden“, erklärte die Kreisbehörde dazu weiter. Zudem habe es bereits am Freitag eine erste Aufräum-Aktion gegeben, der weitere folgen sollen.

„Noch bevor ich Kenntnis vom Schreiben des Oberbürgermeisters hatte, welches bei uns am Donnerstag einging, ist unsere Migrationsbeauftragte Ivy Bieber den ersten Einwohner-Beschwerden nachgegangen“, sagte Sojka. Zudem habe Ivy Bieber die Idee gehabt, eine „Müll-Aufräum-Aktion“ in der Siegfried-Flack-Straße durchzuführen. Diese sei bereits am Freitag „mit sehr viel Gemeinschaftssinn – zusammen mit Flüchtlingsfamilien, Sozialarbeitern und weiteren Anwohnern“ gelaufen. Darüber hinaus kündigte sie weitere solcher Aktionen an, unter anderem in der Otto-Dix-Straße und An der Glashütte.

Hintergrund der Reaktion ist ein offener Brief von OB Wolf, in dem er die Landrätin in Bezug auf die Vermüllung von Teilen Nords zum Handeln aufforderte (die OVZ berichtete). Darüber hinaus hatte er – sollte nichts geschehen – juristische Schritte gegen die Behörde ankündigt. Dem Brief legte der Rathauschef über ein Dutzend Bilder bei, die er bei einer Stippvisite am Donnerstagvormittag mit dem Stadtfotografen gemacht hatte. Begründet hatte er dies wiederum mit Sojkas abwiegelnder Haltung gegenüber Anwohnerbeschwerden auf dem Forum in der Vorwoche.

Von Thomas Haegeler

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