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Altenburg Landratsamt und Agentur für Arbeit betreuen Hartz-IV-Empfänger gemeinsam
Region Altenburg Landratsamt und Agentur für Arbeit betreuen Hartz-IV-Empfänger gemeinsam
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22:55 28.11.2011

Das Jobcenter war vom Bund gefordert worden und kann rechtzeitig seine Arbeit aufnehmen. Darüber informierten Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) und die Leiterin der Arbeitsagentur, Ingrid Meineck-Schmiedl, am Freitag vor der Presse.

Sitz des Centers und damit einzige Anlaufstelle für die Hartz-IV-Empfänger in Altenburg wird die Fabrikstraße 30, der Sitz der Arbeitsagentur, sein. In Schmölln befindet sich in der Lohsenstraße 43 eine Außenstelle. Bislang gab es für die Leistungsbezieher mindestens zwei Adressen. Im Landratsamt wurden Wohngeld sowie Hilfen für Heizung und Warmwasser geregelt und zuletzt auch die Leistungen über das Bildungspaket ausgereicht. Die Arbeitsagentur hatte für Jobvermittlung und Auszahlung der Hartz-IV-Gelder gesorgt. Um all dies kümmert sich fortan ein fester Ansprechpartner.

Das Landratsamt ordnet für das Jobcenter 24 Mitarbeiter ab. Insgesamt werden in der neuen Behörde 158 Angestellte oder Beamte beschäftigt sein. Die geschätzten Personalkosten betragen rund 7,5 Millionen Euro. Wie auf der Pressekonferenz betont wurde, wurde für das Center kein neues Personal eingestellt.

Da nicht alle Mitarbeiter in Fabrik- und Lohsenstraße untergebracht werden können, mussten für das Jobcenter weitere Büros im Altenburger City-Center in der Hillgasse angemietet werden. Umzugs- und Einrichtungskosten dafür belaufen sich auf 200 000 Euro, hinzu kommen rund 5000 Euro monatliche Aufwendungen für die Miete. Diese Büros dienen allerdings nicht als Anlaufstelle für die Leistungsempfänger. Im Gegenzug beendete die Arbeitsagentur Mietverträge für Räume in der Parkstraße.

Das Jobcenter kümmert sich um rund 9000 Personen. Etwa 4400 davon sind ohne Job. Rund 3000 Erwachsene beziehen Lohnzusatzleistungen, weil ihre Entlohnung nicht ausreicht.

Landrat Rydzewski zeigte sich vor der Presse erleichtert darüber, dass das neue Amt pünktlich seine Arbeit aufnehmen kann. Es sei nicht einfach, eine Bundesbehörde, wie die Arbeitsagentur, und eine Kreisbehörde zusammenzubringen. Rydzewski geht davon aus, dass das Jobcenter funktionieren und sich eventuelle Schwierigkeiten auf eine kurze Übergangszeit beschränken werde. "Ich erwarte keinen Ärger, ich erwarte, dass es funktioniert", sagte er. Rydzewski wies allerdings auch auf den seiner Meinung nach gigantischen Verwaltungsaufwand hin, der für die Betreuung der Leistungsempfänger vom Bund gesetzlich gefordert werde. Dafür seien zu viel Geld und zu viel Personal nötig.

Das neue Jobcenter ist eine Wiederauflage einer bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Arbeitsagentur, freilich unter neuem Namen. Von 2004 bis 2007 hatte sich um die Betreuung der Hartz-IV-Empfänger eine sogenannte Arbeitsgemeinschaft (Arge) gekümmert. Der Vertrag darüber war von der Arbeitsagentur zum 31. Dezember 2007 gekündigt worden (OVZ berichtete). Anlass dafür war, dass der Anteil an den Verwaltungsausgaben für den Landkreis von 6,3 auf 12,6 Prozent steigen sollte. Das Landratsamt hatte dies abgelehnt.

Ob durch das neue Jobcenter ähnlich hohe Ausgaben zu erwarten sind, könne im Moment nicht vorhergesagt werden, sagte der Landrat der OVZ auf Anfrage. Fest stehe, dass der Kreis seit 2007 durch die Auflösung der Arge erheblich Summen einsparen konnte. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit habe für positive Effekte im Kreishaushalt gesorgt, da weniger Leistungen für Unterkunftskosten ausgereicht werden mussten.

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