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Altenburg Landwirtschaftsministerin Keller besucht Hopfenbetrieb Berthold in Monstab
Region Altenburg Landwirtschaftsministerin Keller besucht Hopfenbetrieb Berthold in Monstab
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18:23 20.06.2017
Christian Berthold (li.) zeigt Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, die Pflanzen auf der Anbaufläche in Monstab. Quelle: TMIL Pressestelle
Monstab

Bei strahlendem Sonnenschein machte sich Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen, am Montag ein Bild von den Hopfenfeldern des Hopfenbetriebes Berthold in Monstab.

Mit dem Trecker ging es durch die hochgewachsenen Hopfenpflanzen. Auf dem Feld bestaunte die Ministerin die verschiedenen Sorten. „Insgesamt pflanzen wir acht Sorten Hopfen an“, erklärte Christian Berthold. Hopfen ist eine sehr sensible Pflanze und der Anbau schon fast eine kleine Wissenschaft. Deswegen haben sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Hopfenpflanzerverband Elbe-Saale zusammengeschlossen, um eng zusammenzuarbeiten und optimale Erträge zu erzielen.

„Wir müssen die Tradition des Hopfenanbaus in Thüringen unbedingt unterstützen“, sagte Keller. „Vor allem den Nachwuchs müssen wir fördern.“ Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sei das eine besondere Herausforderung. In diesem Zusammenhang betonte sie auch noch einmal die Wichtigkeit der Gebietsreform. Bereits im 12. Jahrhundert verbreitete sich der Hopfen in Mitteldeutschland.

In insgesamt fünf Bundesländern wird in Deutschland die Pflanze angebaut, die dem Bier seinen typischen Geschmack verleiht. Dazu gehören Bayern, Baden-Württemberg und die drei Länder aus dem Elbe-Saale-Verbund. Rund 20 000 Hektar wird insgesamt angebaut.

Der Betrieb aus Monstab hat eine Anbaufläche von etwa 51 Hektar. Seine Ware geht vor allem an die Altenburger Brauerei, nach Japan und in die USA. „Jährlich ernten wir zwischen 120 und 130 Tonnen“, so Berthold.

Auf ein gewichtiges Problem wurde die Ministerin bei ihrem Besuch hingewiesen: Laut Gesetz ist es nicht erlaubt, nach dem 30.  September Düngemittel auf das Feld auszubringen. „Die Hopfenernte dauert aber oft bis Mitte Oktober“, sagt Emil Berthold, Seniorchef in Monstab. Bei der Ernte werden die geschredderten Pflanzen – nach dem sie von der Dolde befreit wurden – wieder auf das Feld ausgebracht und dort als natürliche Düngung verwendet.

Dieses Problem, versprach Ministerin Keller, werde man angehen und eine Sonderregelung finden.

Von Tatjana Kulpa

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