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Langenleuba-Niederhain: Schandfleck neben saniertem Rittergut wird abgerissen

Maxhütte Langenleuba-Niederhain: Schandfleck neben saniertem Rittergut wird abgerissen

Das baufällige Gebäude neben dem sanierten Rittergut könnte bald aus dem Dorfbild verschwinden. Denn die Gemeinde Langenleuba-Niederhain hat den als Maxhütte bekannten Bau noch Ende 2015 gekauft. Nun soll der Schandfleck angerissen werden und auf der entstehenden Freifläche ein Parkplatz entstehen.

Das baufällige Gebäude neben dem sanierten Rittergut sollen noch in diesem Jahr aus dem Dorfbild verschwinden.

Quelle: Mario Jahn

LAngenleuba-Niederhain. Das baufällige Gebäude neben dem sanierten Rittergut könnte bald Nahrung für Abrissbagger sein. Denn kurz vor dem Jahresende hat Jürgen Schneider (parteilos), Bürgermeister von Langenleuba-Niederhain, noch den Kaufvertrag für die im Ort als ehemalige Maxhütte bekannte Immobilie unterzeichnet.

Früher sind die Gebäude als Gaststätte und eine Art Landwarenhaus genutzt worden, erinnern sich die älteren Niederhainer noch genau. Nach 1990 waren die Gebäude ins Bundesvermögen übergegangen. Der Bund veräußerte die Bauten allerdings schon vor vielen Jahren an einen neuen Eigentümer. Diesem schwebte vor, hier eine Musikschule zu installieren. Daraus ist allerdings nichts geworden, und die Bausubstanz verfiel immer mehr. Deshalb hatte der Gemeinderat entschieden, die Bauten zu kaufen und abzureißen. Als Kaufsumme waren 6000 Euro festgelegt.

Für genau diese Summe, die weit entfernt von den Vorstellungen des Eigentümers war, haben die Anbauten am Rittergut den Besitzer gewechselt. Für den geplanten Abriss habe die Kommune bereits Fördermittel beantragt, so Schneider gegenüber der Osterländer Volkszeitung. Nun hoffe er auf deren rasche Genehmigung. Eingereicht werden müsse zudem noch eine bautechnische Abrissgenehmigung. Vom Denkmalschutz sei nach zähem Ringen bereits vor dem Kauf die Abrissgenehmigung erwirkt worden. „Wenn alles wie geplant läuft, könnten die Abrissbagger im Sommer anrollen“, sagt der Gemeindechef.

Auf der entstehenden Freifläche will die Gemeinde Parkflächen schaffen. Denn rund um den Sitz der Verwaltungsgemeinschaft gibt es derzeit nur begrenzte Parkmöglichkeiten. „Wenn der unschöne Anblick dann verschwunden ist, kommt das sanierte Rittergut noch besser zur Geltung“, ist Schneider überzeugt.

„Von dem ortsbildprägenden, zentralen Ensemble bleibt dann aber immer noch das ruinöse Halbe Schloss. Doch auch da hat sich einiges getan, denn bei der Winterauktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG hat ein Geschäftsmann aus der Schweiz den barocken Bau ersteigert. Nun hoffe ich, dass er dem Haus neues Leben einhaucht“, ist Schneider optimistisch.

In der größten Gemeinde des Wieratals gibt es jedoch nicht nur positive Aussichten. „Rückläufige Zuweisungen vom Land, sinkenden Einnahmen aus Gewerbesteuern und steigende Kosten in vielen Bereichen bleiben nicht ohne Auswirkung auf die Bürger. Als Gemeinde werden wir gezwungen sein, in diesem Jahr Straßenausbaubeiträge zu erheben und womöglich auch den Hebesatz für Grund- und Gewerbesteuern anzuheben“, kündigt Schneider an. Er verabscheue es zwar, den Bürgern in die Tasche zu greifen. Doch als Kommunalpolitiker seien ihm und seinen Amtskollegen die Hände gebunden. „Es kann nicht sein, dass fehlende Gelder dazu führen, dass gerade die kleinen Gemeinden kaum noch in die Daseinsvorsorge und die Infrastruktur investieren können. Das führt dazu, dass das Leben auf dem Land immer unattraktiver wird“, schimpft dar Gemeindechef.

Von Marlies Neumann

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