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Altenburg Langenleuba-Niederhains Bürgermeister hofft auf baldigen Baustart
Region Altenburg Langenleuba-Niederhains Bürgermeister hofft auf baldigen Baustart
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00:18 21.07.2017
Bei Hochwasser wie hier 2015 verliert die aus Sachsen kommende Leuba schnell ihre Beschaulichkeit. Quelle: Ilka Jost
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Langenleuba-Niederhain

Mancherorts sind die Hochwasserschäden bereits komplett beseitigt. In der Gemeinde Niederhain dagegen bleibt auch vier Jahre nach der Überschwemmung noch viel zu tun. Bis jetzt konnten zwar die Brücken in Niederhain und Neuenmörbitz repariert werden, welche von der Flut 2013 in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Bachläufe hingegen sind nach wie vor unangetastet. „Diese sind aber gerade für die Bürger besonders wichtig, weil es darum geht, ob ihr Hab und Gut zukünftig geschützt ist oder nicht“, erklärt Bürgermeister Carsten Helbig (SPD). Um so mehr freut es ihn, dass jetzt der Gesprächsfaden mit den zuständigen Behörden, allen voran dem Landrastamt, wieder aufgenommen wurde.

Fast ein Jahr herrschte so etwas wie Sendepause zwischen der Gemeinde- und der Kreisverwaltung. „Ein Grund war, dass unsere beantragten Maßnahmen teilweise abgelehnt wurden und wir in Widerspruch gegangen sind“, so Helbig. Die Bearbeitung des Widerspruchs, die auch noch von rentenbedingten Personalwechseln begleitet war, habe einfach diese Zeit gebraucht. Zudem, so Helbig, ist der Fall in seiner Gemeinde nicht ganz einfach, weil die Bäche Leuba und Wiera nicht im Hochwasserkonzept des Landes aufgeführt sind. Helbig sagt: „Die gibt es deshalb aus Erfurter Sicht quasi nicht.“ Was daran liege, dass sowohl Wiera als auch Leuba weniger als 3000 Meter durch Thüringen fließen. Dies ändert freilich nichts an den Schäden, die beide Bäche bei Hochwasser anrichten können.

„Inzwischen sind wir auf einem guten Weg mit der Zusage aus dem Landratsamt, dass kurzfristige Entscheidungen gefällt werden“, informiert Helbig. Bevor aber die Fachbereiche dort loslegen können, müssen Niederhain und deren Ingenieure Hausaufgaben erledigen. Denn die Ablehnung des ersten Antrages lag auch darin begründet, dass die Planungsunterlagen teils unvollständig waren beziehungsweise weitere Berechnungen nötig wurden. „Da geht es in erster Linie um Nachhaltigkeit“, erläutert Helbig.

Der Bürgermeister nennt das Beispiel Schleppspannung, diese sei von den beauftragten Ingenieuren nicht in dem Umfang berücksichtigt wie vom Amt gefordert. Mit der Schleppspannung wird die Kraft des Wasser in fließenden Gewässern ausgedrückt. Damit kann dann etwa berechnet werden, wie schwer die Flussbausteine seien müssen, damit sie der nächsten Flut standhalten und nicht weggespült werden. „Das müssen wir nun nachreichen“, so der Gemeindechef.

Bei anderen Vorstellungen der Kreisbehörde musste hingegen Überzeugungsarbeit geleistet werden. Zum Beispiel stand die Forderung im Raum, die Ufer komplett zurückzubauen, um den Bächen mehr Raum zu geben. Dies lasse sich vor Ort aber nicht umsetzen. „Weil da Wohnhäuser stehen“, erklärt Helbig. Was den Beamten erst erläutert werden musste. Das gelang, bedeutet aber, dass die Ingenieure nun nachweisen müssen, dass die existierende Uferstützmauer durch die Bauarbeiten nicht an Festigkeit verliert.

Die Fördermittel aus dem Aufbauprogramm für die Beseitigung der Hochwasserschäden sind im Übrigen bereits bewilligt, so Helbig.

Von Jörg Reuter

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