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Altenburg Leben kehrt in den Riesen Bismarckturm ein
Region Altenburg Leben kehrt in den Riesen Bismarckturm ein
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18:11 08.01.2013
Altenburg

Von Jörg Wolf

Als sich der Förderverein Ende Januar 2012 gründete, gehörten ihm 21 Mitglieder an. "Heute sind wir schon 31. Das zeigt, dass unser Anliegen , auf Resonanz stößt, den seit 2009 ungenutzt leer stehenden Turm wieder zu sanieren und mitsamt umliegendem Areal mit Leben zu erfüllen", schätzt der Vorsitzende, Christoph Mey, ein. Und zwischenzeitlich ist auch die Basisarbeit geleistet, die es für einen arbeitsfähigen und zum Sammeln von Spenden berechtigten Verein braucht. "Bislang wurden bereits rund 2000 Euro für unser Vorhaben gespendet. Hinzu kommen geldwerte Leistungen, beispielsweise durch Handwerker oder durch Vereinsmitglieder, die bei verschiedenen Arbeitseinsätzen Turm und Areal entrümpelten", zählt Mey erste Erfolge auf.

Dabei weiß der 46-Jährige auch genau, dass dies erst die Anfänge für ein ehrgeiziges Projekt sind. Immerhin haben die vordringlichsten Arbeiten einen Wertumfang von rund 20 000 Euro. "Deshalb werden wir auch nicht müde, immer neue Mitstreiter für das Projekt zu gewinnen." So hat die Stadtverwaltung Unterstützung zugesagt. Bei Unternehmen und an Schulen wirbt der Verein für sein Projekt und steht mit den zuständigen Behörden im engen Kontakt. "Wir wollen die Herausforderung auf so viele Schultern wie nur möglich verteilen, damit es mit der Neuöffnung am 2. September 2015 klappt. Was der hundertste Jahrestag der Einweihung ist", sagt Mey. Keineswegs soll der Turm allein in die Aktivitäten einbezogen werden. "Er ist ein Teil des Naherholungsgebietes."

Vorerst steht jedoch das 33 Meter messende Bauwerk im Fokus: Seit Dezember laufen die ersten statischen Untersuchungen. Denn zwei Risse durchziehen die Turmhülle aus Stampfbeton. Bis zum Sommer sollen dort gesetzte Rissmarken Klarheit geben, ob das Bauwerk stabil ist. Die ersten Erkenntnisse sprechen dafür.

Noch in diesem Frühjahr sollen erste Bauarbeiten starten. Die Einfriedung des Bauwerks soll vom Wildwuchs befreit und trockengelegt werden. Bis zum Sommer ist geplant, den historischen Zustand wieder herzustellen. "Derzeit sind wir dabei, für weitere Bauvorhaben die nötigen Kostenvoranschläge einzuholen", informiert Mey. Bis Jahresende sollen Risse, Fenster und Dächer dicht sein, um 2014 in die eigentliche Sanierung einzusteigen.

Dass dem alten Gemäuer langsam wieder Leben eingehaucht wird, hat sich herumgesprochen und für weiteres Interesse gesorgt. So haben die Prinzenräuber angefragt, die den Turm nebst Areal für Open-Air-Aufführungen nutzen wollen. Und beim Skatstadt-Marathon soll eine Verpflegungsstation eingerichtet werden.

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