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Lebenshilfe Altenburg zieht in neues Domizil

Parkstraße 1 saniert und modernisiert Lebenshilfe Altenburg zieht in neues Domizil

Neues Leben zieht demnächst in die Altenburger Parkstraße 1 ein. Neben der Verwaltung und der Geschäftsführung werden hier künftig auch die Frühförder- und die Beratungsstelle der Lebenshilfe Altenburg untergebracht. Und es gibt bereits weitere Pläne.

In der Parkstraße 1 laufen die letzten Sanierungsarbeiten für das neue Domizil der Geschäftsleitung und der Frühförderung der Lebenshilfe Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Hinter der Fassade des markanten Hauses in der Altenburger Parkstraße 1 hat sich einiges getan. In allen Räumen des Gebäudes – vom Erdgeschoss bis unters Dach – waren monatelang Handwerker zu Gange. Außen zeugt ein neuer gläserner Fahrstuhl von den Umbau- und Renovierungsarbeiten. Bereits in den nächsten Wochen sollen die Möbel kommen, und im April und Mai ziehen die neuen Nutzer ein. Das ist zum einen die zentrale Verwaltung und Geschäftsleitung des Vereins Lebenhilfe Altenburg und zum anderen dessen Frühförder- und Beratungsstelle.

„Mit dem Umzug der Verwaltung von Windischleuba nach Altenburg wollen wir die Erreichbarkeit der Lebenshilfe sowie den Bezug zur Stadt Altenburg und zum Landkreis deutlich zu verbessern“, betont Norbert Wendt, hauptamtlicher Vorstand der Lebenshilfe. Die frei werdenden Räume in der Lebenshilfewerkstatt vor den Toren der Stadt nutzen künftig die Werkstätten. Bei 310 behinderten Mitarbeitern wachse der Platzbedarf ständig.

Ein neues Domizil bekommt in dem imposanten Haus in der Parkstraße außerdem der Frühförderbereich, der im Augenblick noch in der Birkenstraße in Altenburg seinen Sitz hat. Bereichsleiterin Anja Fülle ist von den großen, farbig gestalteten Räumen regelrecht begeistert. Während sie mit ihren zehn Mitarbeiterinnen die beiden unteren Etagen bezieht, richtet sich die Verwaltung im zweiten Ober- sowie im Dachgeschoss ein.

Die genauen Kosten für die Sanierung und Modernisierung des Gebäudes möchte Wendt nicht nennen. „Die liegen im mittleren sechsstelligen Bereich“, sagt er. „Der gläserne Fahrstuhl, den wir wegen der Barrierefreiheit anbauen mussten, hat erhebliche Kosten verursacht. Finanziert haben wir das alles aus eigenen Mitteln“, betont er.

„Unser Frühförderbereich ist für 110 Kinder ausgelegt. Zu uns kommen Mädchen und Jungen von der Geburt bis zum Eintritt in die Schule“, erzählt Fülle. Aktuell sind es 90 Kinder, die unterschiedliche Therapien benötigen. Sie sind entweder behindert oder von Behinderung bedroht. Letzteres triff zum Beispiel für Frühchen zu.

Der Einzugsbereich beschränkt sich nicht nur auf Altenburg. Es kommen auch Kinder aus Lucka, Meuselwitz oder dem Kohrener Land, informiert die Leiterin der Frühförderung. Während das Erdgeschoss den Therapien vorbehalten ist, sollen in der ersten Etage Schwerpunkträume für Bewegung, Kreativität sowie Spiel und Entspannung ihren Platz finden. „In unserem neuen Domizil verbessern sich unsere Arbeitsbedingungen enorm. Wir haben hier fast doppelt so viele Räumlichkeiten wie in den bisher angemieteten in der Birkenstraße“, schwärmt Fülle, die sich auch darüber freut, dass ein großer Außenbereich vorhanden ist, der durch die Schulung der Sinne in die Förderung der behinderten Kinder einbezogen werden soll.

Wendt schwebt zudem vor, das grüne Klassenzimmer oder, was von dem auf dem Areal des ehemaligem Biergartens an der Ecke Leipziger Straße/Parkstraße noch übrig ist, zu reaktiven und ebenfalls für den Frühförderbereich zu nutzen. „Doch da müssen wir erst mal anschauen, was daraus noch zu machen ist“, hat der Vorstand bereits das nächste Projekt im Auge. Denn die Lebenshilfe Altenburg wolle mit dem Umzug in die Parkstraße nicht nur Präsenz in der Stadt zeigen, sondern hier neue Herausforderungen suchen, um sich am Markt behaupten zu können.

Eine erste könnte die Nutzung des Nebengebäudes sein. Hier könnten nach Wendts Vorstellungen mehrere ambulante Dienste an einem Ort zusammengefasst werden.

Von Marlies Neumann

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