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Lehndorfer begrüßen euphorisch ihr neues Löschfahrzeug

Nach 1000-Kilometer-Tour Lehndorfer begrüßen euphorisch ihr neues Löschfahrzeug

Die Nacht zum Mittwoch war für die kleine Lehndorfer Feuerwehr-Delegation im italienischen Brescia kurz. „Um zwei Uhr sind wir mit unserem neuen Fahrzeug losgefahren. Wir wollten ja mit ihm pünktlich zur offiziellen Übergabe in Lehndorf zurück sein“, sagt Wehrleiter Thomas Hummel. Nun, die 980 Kilometer lange Fahrt retour in die Heimat verlief reibungslos.

Neugierig nehmen die Lehndorfer ihr neues Feuerwehrauto am Mittwochabend unter die Lupe.

Quelle: Mario Jahn

Saara. Die Nacht zum Mittwoch war für die kleine Lehndorfer Feuerwehr-Delegation im italienischen Brescia kurz. „Um zwei Uhr sind wir mit unserem neuen Fahrzeug losgefahren. Wir wollten ja mit ihm pünktlich zur offiziellen Übergabe in Lehndorf zurück sein“, sagt Wehrleiter Thomas Hummel. Nun, die 980 Kilometer lange Fahrt retour in die Heimat verlief reibungslos. „Sieben Feuerwehrleute und ein zweiköpfiges Filmteam, das diesen historischen Augenblick für uns dokumentiert hat, waren dabei. Und jeder Kamerad, der einen Teil der Strecke unser neues Schmuckstück steuern durfte, freute sich riesig darauf“, so Hummel.

Dass der Truppe dann im abendlichen Saara ein solcher Empfang bereitet wird, ahnte der 39-Jährige sicher. „Aber dass es dann solche Ausmaße annimmt, ja, das waren dann schon Emotionen pur“, sagte er am Donnerstag noch immer bewegt.

Das waren nicht nur Kameraden der anderen Ortsteilwehren, die mit ihren Fahrzeugen dem nagelneuen Hilfeleistungslöschfahrzeug 10 auf seinen letzten Kilometern Geleit gaben. Das waren auch die Menschenmassen, die sich zum kleinen Volksfest am Gerätehaus neugierig und euphorischen eingefunden hatten und das neue Auto mit einem lauten Jubelschrei begrüßten.

Auch Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) ließ sich davon anstecken: „Finanziell war es für unsere Gemeinde sicher eine Herausforderung, die wir aber gern gestemmt haben. Denn die Lehndorfer Wehr ist in unserer Gemeinde eine ganz wichtige. Und Aufschub konnte es mit Blick auf die alte Technik nicht mehr geben“, meinte er.

310 000 Euro kostete das neue Fahrzeug, das nun den gut 20-jährigen Vorgänger ablöst. Nur 75 000 Euro kamen als Fördermittel vom Freistaat, die größten Brocken trug Nobitz selber. Was mit dem alten Fahrzeug passiert, muss noch entschieden werden.

Mittwochabend dachte daran keiner. Vielmehr stand das neue Schmuckstück im Mittelpunkt des Interesses, das übrigens der erste Italiener in der Löschfahrzeugflotte des Landkreises ist. „Die Zusammenarbeit mit dem dortigen Werk war super“, lobte Hummel, der mit seinen Kollegen zweimal vor Ort weilte, um den Fertigungsprozess zu verfolgen. Vom Hersteller kommt übrigens auch die Idee der ausgefallenen Dekoration, die eine springende junge Löwin zeigt. „Das sieht einfach nur gut aus und versinnbildlicht ja auch eine schlagkräftige und einsatzbereite Wehr“, so Hummel stolz.

Dass am Mittwoch so ausgelassen gefeiert wurde, hängt aber auch mit dem langen wie steinigen Weg zusammen, den die Kameraden bis zum neuen Auto gehen mussten. Schon im Jahr 2014 stand fest, dass die Floriansjünger von Lehndorf dringend Ersatz für ihren im Jahr 1996 in Dienst gestellten VW brauchten. Denn der wurde immer reparaturanfälliger und die Beschaffung von Ersatzteilen gestaltete sich schwieriger.

Erstmals wurden im Juni 2015 Fördermittel beantragt und bewilligt. Aber die erste europaweite Ausschreibung platzte, weil sich nur ein Anbieter meldete, der sein Angebot auch noch nachträglich änderte, was gar nicht geht. Das Verfahren wurde abgebrochen. Im September 2016 ging das ganze Prozedere von vorn los und die Italiener bekamen den Zuschlag. Was im Jubelsturm vom Mittwochabend in Saara mündete.

Nach der Bornshainer Wehr im Jahr 2014 ist das Lehndorfer schon das zweite, das die Gemeinde Nobitz nach dem Beitritt von Saara angeschafft hat.

Von Jörg Wolf

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