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Lehrerin Pauline Schauer freut sich in Altenburg auf ihre Erstklässler

Schulbeginn Lehrerin Pauline Schauer freut sich in Altenburg auf ihre Erstklässler

„Nichts ist für Erstklässler langweiliger als sturer Frontalunterricht“, betont Pauline Schauer. Die 29-jährige Lehrerin kümmert sich im neuen Schuljahr an der Altenburger Wilhelm-Busch-Grundschule um 22 junge Schüler – und nimmt die Herausforderung mit absoluter Gelassenheit an.

Vorfreude auf die ABC-Schützen: Pauline Schauer bereitet an der Wilhelm-Busch-Grundschule alles für den Schulstart ihrer Erstklässler vor.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Zuckertüten sind bereit, der Ranzen ist gepackt, die Vorfreude wächst. Der kommende Montag kann für die ABC-Schützen im Altenburger Land gar nicht schnell genug kommen. Ab dann werden an den Grundschulen des Kreises wieder Zahlen und Buchstaben gepaukt, täglich neue Wunder entdeckt und in den Pausen die Schulhöfe unsicher gemacht. Mittendrin: Die zahlreichen Grundschullehrerinnen und Lehrer. Wer sind die Menschen, die den Ostthüringer Nachwuchs bei den ersten Schritten seiner schulischen Laufbahn begleiten? Was schätzen sie an ihrem Beruf und wie wecken sie bei den Kleinen den Wissensdurst?

„Nichts ist für Erstklässler langweiliger als sturer Frontalunterricht“, betont Pauline Schauer. Die 29-jährige Lehrerin kümmert sich im neuen Schuljahr an der Altenburger Wilhelm-Busch-Grundschule um 22 junge Schüler – und nimmt die Herausforderung mit absoluter Gelassenheit an.

„Für mich gilt grundsätzlich der Montessori-Leitspruch: Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, erläutert sie im Gespräch ihre Herangehensweise. „Natürlich soll vorrangig Wissen vermittelt werden. Entscheidend ist jedoch, in welcher Form das geschieht.“ Die junge Frau hat sich dafür ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten zurechtgelegt. So dürfen die Kinder bei ihr Mathematikaufgaben etwa in Form einer Rallye rund ums Klassenzimmer lösen oder sich Zahlen und Rechnen vom Handpuppen-Hund „Max“ erklären lassen. „Ein andermal verpacke ich die Zahlen etwa in kleine Geschichten. Mit dem Märchen von Schneewittchen lässt sich beispielsweise wunderbar die Zahl 7 erläutern.“

Nebenbei erledigen lässt sich ihr Job trotz des spielerischen Ansatzes allerdings nicht, streicht Schauer heraus. „Ein Lehrer ist letztlich ein Manager in Perfektion, ich muss jederzeit für 22 Personen mitdenken, überlegen, wie man den Stoff am besten vermittelt.“ Zudem reiche ihr Tätigkeitsbereich ohnehin weit über die reine Stoffvermittlung hinaus. „Ich bin schon auch ein Stück weit Ersatzmutter für die Kinder“, erklärt sie. „Da muss dann mal Heimweh kuriert werden, anderen bringe ich bei, Schlaufen zu binden oder helfe beim Nase putzen.“ Auch die vielen verschiedenen Kulturen ihrer Schützlinge – mittlerweile sind an der Wilhelm-Busch-Grundschule 15 verschiedene Nationen vertreten – wollen unter einen Hut gebracht werden.

Die kulturellen Unterschiede, so Schauer, spielen in ihrer Klasse dabei keinerlei Rolle. Zudem seien gerade die Kinder, die im schulischen Umfeld erstmals mit der deutschen Sprache konfrontiert werden, äußerst lernbegierig. „Sobald die Sprachbarriere überwunden ist, legen sie eine unglaublich schnelle Entwicklung hin, gehören teilweise gar zu den leistungsstärksten Schülern.“

Generell kann sich Pauline Schauer, trotz aller Aufgabenflut, keinen besseren Beruf vorstellen. „Ich freue mich auf meine neuen Schüler, darauf, die unterschiedlichen Persönlichkeiten kennen zu lernen“, so die Pädagogin mit Überzeugung. Die Arbeit mit den Kindern, das Anfüttern ihres Wissensdurstes, sei es, was ihr die meiste Freude bereite. „Gemeinsam mit den Kleinen die Welt entdecken, ihre Neugier wecken und jeden Tag anders gestalten – dafür liebe ich meinen Beruf.“

Wenn sich nur ein Teil von Schauers Begeisterung auf die neuen ABC-Schützen übertragt, soviel steht nach dem Besuch fest, dürfte deren Start in die Schullaufbahn ein voller Erfolg werden.

Von Bastian Fischer

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