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Leitungen verlegt, Asphalt neu und Straße wieder frei

Leitungen verlegt, Asphalt neu und Straße wieder frei

Wer von Altenburg mit dem Auto nach Nobitz möchte, hat seit Monaten große Probleme und kommt nur mit längeren Umwegen ans Ziel. Seit gestern ist die Strecke aber wieder deutlich kürzer.

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Die letzte Absperrbaken räumt Hendrik Läbe persönlich von der Straße. Damit ist dauerhaft ein direkte Verbindung zwischen Altenburg und Nobitz frei.

Quelle: Mario Jahn

Denn die Gemeinde Nobitz und der Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) haben in Kotteritz die Bauarbeiten in einem Teil der Paditzer Straße abgeschlossen. Damit konnte auch die seit dem Frühjahr bestehende Vollsperrung in Kotteritz aufgehoben werden. Die bittere Pille folgt jedoch sofort, ab voraussichtlich Mittwoch ist die Paditzer Straße zwischen Kotteritz und Mockern für drei Wochen voll gesperrt.

 

"Aber wenigstens ist endlich eine Zufahrt nach Altenburg offen", meint der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) erleichtert. Spätestens seit im Juli die Kreisstraße in Kotteritz unter der Bahntrasse freigegeben wurde (OVZ berichtete), nahm das Murren in der Bevölkerung stetig zu, weil die Straße nach Altenburg dennoch gesperrt blieb. "Wir waren zu der Zeit mit dem zweiten Bauabschnitt noch nicht fertig", erklärt Lars Merten, Werkleiter beim ZAL. Im Hochsommer konnte lediglich der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden.

 

Seit rund vier Jahren erneuert der ZAL in zwei Bauabschnitten in Kotteritz das Trinkwasserleitungsnetz sowie einen Großteil der Abwasserkanalisation. Bereits im Sommer 2011 hatte der ZAL gemeinsam mit dem Landkreis, der die Baumaßnahme nutzte, um seine Kreisstraße 205 grundhaft zu sanieren, mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. "Wir sind auch gut vorangekommen und konnten in einem großen Teil der Ortschaft die Trink- und Abwasserleitungen verlegen", erinnert sich Merten. Eine Zwangspause musste einlegt werden, als die Deutsche Bahn die Brücke in Kotteritz neu baute. Fast zwei Jahre musste gewartet werden, bis im März die letzten 130 Meter des ersten Bauabschnitts unter den Gleisen hindurch fertig werden konnten.

 

Parallel dazu begann der ZAL mit dem zweiten Bauabschnitt. "Wir haben die Maßnahme in zwei Abschnitte untergliedert, weil zu der Zeit, als wir die Planung gemacht haben, die Gemeinde noch nicht wusste, ob sie ihre Straße mit saniert", erklärt Merten. Offensichtlich ist dies geschehen und seit gestern kann auch über den neuen Asphalt der Gemeindestraße gerollt werden. "Wir haben sehr kostenbewusst gebaut, um die Bürger zu schonen", betont Bürgermeister Läbe, denn die Arbeiten sind straßenausbaubeitragspflichtig. Ausgebaut wurde deshalb lediglich die Fahrbahn, und die Granitborde wurden nur gerichtet. Auch bekam der Gehweg bloß Schotter und kein Pflaster, erläutert Läbe. Insgesamt hat die Gemeinde inklusive Kosten für Straßenentwässerung circa 109 000 Euro ausgegeben.

 

Deutlich darüber liegen die Investitionen des ZAL. Allein beim ersten Bauabschnitt schlägt die Erneuerung der Abwasserleitungen mit fast 430 000 Euro zu Buche. Ins Trinkwassernetz investierte der ZAL weitere 160 000 Euro. Dazu kommen 294 000 Euro fürs Abwasser und mindestens 160 000 Euro für Trinkwasser im zweiten Bauabschnitt. Für diese alles in allem reichlich 1,1 Millionen Euro ist Kotteritz zu einem Ver- und Entsorgungsknoten des ZAL geworden.

 

Jedoch ist der zweite Bauabschnitt noch nicht komplett abgeschlossen. Denn eine neue Trinkwasserleitung für Paditz gehört auch dazu. Diese soll die alte Asbestleitung ablösen. Sie kann aber nicht wie geplant im Spülbohrverfahren verlegt werden. Die Bauarbeiter sind auf Felsen gestoßen, die der Bohrer nicht durchdringen kann. Deshalb müssen nun die Leitungen per Graben verlegt werden. Was wiederum zur Vollsperrung der K 205 führt.

 

Im Zuge der Maßnahmen kommen und kamen auf die Anwohner einige Ausgaben zu. Neben den Straßenausbaubeiträgen müssen sie auch die Kosten für ihren Anschluss ans Abwassernetz tragen. Dazu gehört, dort wo es nötig war, die Erneuerung des Hausanschlusses. Darüber hinaus müssen die vorhandenen Kleinkläranlagen außer Betrieb genommen und ein Anschluss ans ZAL-Netz installiert werden. "Die Bürger, die das betrifft, bekommen bald ein Schreiben. Ab dann haben sie ein Vierteljahr Zeit, das umzusetzen", so Merten.

 

Die Umwelt wird das in jedem Fall danken, denn momentan läuft das lediglich vorgeklärte Abwasser direkt in die Pleiße.

Jörg Reuter

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