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Altenburg Letzter Schritt für Sanierung im Tagebau Lichtenberg
Region Altenburg Letzter Schritt für Sanierung im Tagebau Lichtenberg
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09:34 05.07.2018
Das Tagebaurestloch Lichtenberg mit der „Schmirchauer Höhe“ ist inzwischen vollständig saniert. Quelle: Wismut GmbH
Ronneburg

Blühende Natur statt trister Industrie: Die Sanierung des Tagebaurestlochs Lichtenberg ist inzwischen abgeschlossen. Mit dem Aufbringen des letzten Quadratmeters der Endabdeckung unterhalb der „Schmirchauer Höhe“ tat die Wismut GmbH am vergangenen Sonnabend den finalen Schritt des Projekts.

Ein neuer Berg

Insgesamt 133 Millionen Kubikmeter an Halden- und Sanierungsmaterial aus der unmittelbaren Umgebung des ehemaligen Tagebaus seien dadurch nun sicher verwahrt und abgedeckt, heißt es dazu von Seiten des Unternehmens. Bereits 2008 wurde die Umlagerung der umliegenden zwölf Halden in das Restloch abgeschlossen.

Da das Volumen des Tagebaus nicht ausreichte, entstand im Zuge des Projekts ein insgesamt 73 Meter hoher Aufschüttkörper, der das ursprüngliche Gelände im Schnitt um 30 Meter überragt. Um die Freisetzung von Schadstoffen so gering wie möglich zu halten, wurde das gesamte Gebilde mit einer 1,60 Meter dicken mineralischen Abdeckung versehen. So wird sowohl ein Eindringen von Wasser und Sauerstoff als auch ein Austreten von Radon verhindert.

Wanderwege und Wasserbauwerke

Ringsum entstanden ist nun eine rund 222 Hektar große Fläche um die „Schmirchauer Höhe“. Das Areal erinnert mit einem Plateau mit Grubengeleucht sowie einer begehbaren Landkarte an die lange Wismut-Geschichte der Bergbauregion in Ostthüringen. Zwanzig Kilometer Wegstrecke sowie 21 Kilometer lange Wasserbauwerke durchziehen nun das Gebiet. Während ein umlaufender Weg die ehemalige Tagebaugrenze markiert, ist über die Wander- und Wirtschaftswege die Pflege und Unterhaltung der Abdeckung gesichert.

Tiere und Pflanzen sind zurück

Auch Flora und Fauna haben sich den ehemaligen Tagebau inzwischen zurück erobert. Rund 70 Prozent des Areals sind wieder bewaldet, unter anderem Eichen, Erlen, Ahorn oder Linden schlagen hier ihre Wurzeln. Um Erosionen vorzubeugen wurde die gesamte Fläche zudem begrünt: Insgesamt 214 verschiedene Grasarten sind auf dem Areal heimisch geworden. Die Tierwelt hat laut Wismut ebenfalls kräftig zugelegt: Neben Schmetterlingen und Heuschrecken bevölkern auch zahlreiche Brutvögel das Gebiet - darunter vierzehn Arten, die auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten geführt werden.

Von Bastian Fischer

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