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Licht und Schatten beim ZFC - Die erste Mannschaft blamiert sich in Piesteritz - die zweite schlägt starke Naumburger / Noch keine Entscheidung von...

Licht und Schatten beim ZFC - Die erste Mannschaft blamiert sich in Piesteritz - die zweite schlägt starke Naumburger / Noch keine Entscheidung von Hauswald

Die Gefühlslagen beim Fußball-Regionalligisten ZFC Meuselwitz reichen nach dem zurückliegenden Wochenende von tiefer Verärgerung bis zu heller Zufriedenheit.

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Mit Patrick Daniel (l.) gibt ein ehemaliger Spieler von Motor Altenburg bei der Meuselwitzer Reserve einen gelungenen Einstand - er erzielt das 1:0.

Quelle: Mario Jahn

Wittenberg/Meuselwitz. Von Jörg Wolf

Im Wittenberger Stadion am Volkspark musste Samstagnachmittag ZFC-Präsident Hubert Wolf erst einmal durchatmen und das zuvor Erlebte sacken lassen. "Man hatte heute schon den Eindruck, dass einigen die notwendige Einstellung abhanden gekommen ist. Herz und Leidenschaft fehlten, und eine gewisse mentale Schwäche kam hinzu", drückte er sich nach dem Kick seines ZFC gegen den Oberligisten Piesteritz noch recht diplomatisch aus. "Dem Trainer hab ich auf jeden Fall meine Meinung gesagt und erwarte nun, dass alle die Schlagzahl vor Saisonbeginn nochmals erhöhen", fügte er hinzu. Was ein präsidiales Donnerwetter erahnen ließ.

Kein Wunder nach diesen 90 vorausgegangenen Minuten: Der Gastgeber, den übrigens Daniel Ferls - in Meuselwitz in der Abwehr kickend - Vater Uwe Ferl trainiert, spielte frech und ohne Respekt vor dem höherklassigen Gegner auf. Schon in der achten Minute klingelte es im ZFC-Gehäuse, als Wladimir Penev die Unordnung in der Meuselwitzer Abwehr nutzte und abzog.

Bei Zipse hingegen herrschte so was, wie fast schon Lethargie. Vergessen die ansehnlichen Leistungen gegen Chemnitz, Dresden oder auch mit Abstrichen Brentford. Vielmehr offenbarte der Regionalligist fußballerische Probleme und Fitnessdefizite. Ein Führungsspieler war weit und breit nicht zu sehen. Klar gab es auch Chancen, die aber Sebastian Gasch oder Carsten Weis vergaben. Piesteritz machte es besser und legte in der 30. Minute durch Jeffrey Neumann sogar noch nach. Er nutzte erneut einen Abwehrfehler und erhöhte zum 2:0 für die Hausherren. Weitere Gelegenheiten parierte im ZFC-Tor Chris Flader.

Nach dem Pausentee schien es so, als würde Zipse in die Spur zurückfinden. Denn Sebastian Gasch köpfte aus leichter Abseitsposition zum Anschlusstreffer in der 47. Minute. Aber diese Offensive erwies sich als Strohfeuer. Nur vier Minuten später stellte erneut Neumann den alten Abstand wieder her. Kein Trost für die schlechte Leistung war der wohl schönste Angriffszug des Spiels, als in der 64. Minute Patrick Schröter erneut Gasch anspielte, der überlegt per Kopf den Grünweiß-Keeper Jan Lindemann gegen seinen Lauf keine Chance ließ. Beim 2:3 aus Meuselwitzer Sicht blieb es, obwohl der ZFC noch einige sehenswerte Gelegenheiten erspielte.

Trainer Holm Pinder war entsprechend angefressen: "Das war mehr als unbefriedigend, sogar beschämend", nahm er kein Blatt vor den Mund. "Wir müssen aus diesem Spiel nun unsere Schlussfolgerungen ziehen."

Ob das auch auf den mitspielenden Martin Hauswald zutreffen wird, ist noch offen. Denn entgegen erster Ankündigungen hat er am Wochenende noch keine Entscheidung getroffen, ob er definitiv zum ZFC stößt. "Wir rechnen aber Montag oder Dienstag damit", so Präsident Wolf.

Während sich über der Lutherstadt Wittenberg die düsteren Stimmungswolken des ZFC immer mehr zu einem Gewitter zusammenbrauten, herrschte über der heimischen Bluechip Arena eitel Sonnenschein. Denn hier hatte die Reserve den Landesligisten Sachsen-Anhalts - entspricht der Landesklasse Thüringen - vom Naumburger SV 05 nach sehenswerter Partie mit 2:1 geschlagen.

"Ich bin mit der Leistung des Teams gegen einen sehr starken Gegner zufrieden. Die Mannschaft hat eine gute Offensive hingelegt und zunehmend das Spiel gestaltet", sagte Trainer Heiko Weinert. Dabei kompensierte die Elf auch die Umstellungen durch das Mitwirken von sechs neuen Akteuren. Einem davon, Patrick Daniel von Motor Altenburg, gelang in der zehnten Minute sogar die Führung. Dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch in der ersten Halbzeit ließ Dominik Nitzsche in der 75. Minute den entscheidenden Siegtreffer folgen.

"In der zweiten Halbzeit hatten wir die Partie klar im Griff und hätten eigentlich fünf oder sechs Tore erzielen können", konstatierte Heiko Weinert. Deshalb sei es Aufgabe der nächsten Vorbereitungstage, an der Chancenverwertung sowie an taktischen Aspekten zu arbeiten.

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