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Altenburg Liebeserklärung in Acryl und Filz
Region Altenburg Liebeserklärung in Acryl und Filz
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17:14 13.05.2013

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Von CHRISTIAN KUNZE

Die Werke von Kerstin Globig strahlen Wärme aus und faszinieren mit ihrer Struktur. Spontan verspürt man beim Betrachten den Wunsch, sie zu berühren. Das, so die Urheberin, sei ausdrücklich erlaubt, denn "Textilien sind nun mal dazu da, dass man sie anfasst".

Den Vornamen ihrer Großmutter, Anna, hat Kerstin Globig auf etlichen ihrer großformatigen, ein-, zwei- oder dreiteiligen Filzcollagen verewigt. Die diplomierte Betriebswirtin und im zweiten Beruf als Textilgestalterin tätige Naunhoferin hat sich gegen ihre Initialen entschieden. "KG - das klingt dann doch eher nach Kommanditgesellschaft", begründet die Künstlerin diesen Schritt. Die 1960 in Altenburg Geborene hat bereits in Leipzig, Dresden und Grimma ausgestellt. Nun sind ihre Werke in Ursula Nollaus Hofgalerie in Poppitz zu sehen, in der kleinen Galerie, die früher einmal ein Pferdestall gewesen ist.

Tiere finden sich auf den Collagen ebenso wieder wie Landschaften, Personen und Flüsse. Die Arbeit mit Filz sei ein kräftezehrender Prozess, verriet die Mutter zweier Kinder zur Eröffnung. Denn anders als bei Ton, Papier oder Farbe habe man bei Filz nicht die Möglichkeit, etwas zu korrigieren, zu überdecken oder neu zu formen. Hinzu käme der Schrumpfungsprozess: Die Wollfasern verlieren beim Bearbeiten bis zu 40 Prozent ihrer Substanz, erklärte sie.

Die Wege von Ursula Nollau und Kerstin Globig kreuzten sich erstmals in Prösitz. Sie lernten sich auf dem dortigen Künstlergut kennen und sprachen über die Möglichkeit einer Ausstellung. Im kommenden Jahr wird es in Poppitz eine Werkschau Ursula Nollaus geben, denn dann lebt und arbeitet sie seit zehn Jahre im kleinen Mügelner Ortsteil Poppitz.

Ein Jubiläum feiert auch der Torgauer Kunst- und Kulturverein Johann Kentmann: Am Sonntag lud er zur 25. Ausstellungseröffnung in die Mügelner Rathausgalerie ein. Im ersten Stock des Rathauses erwarten Kunstinteressierte und sonstige Besucher die hell leuchtenden Acrylbilder der Oschatzerin Petra List. Seit ihrer Kindheit malt sie. Zu ihren bevorzugten Motiven zählt die 1953 Geborene vor allem Landschaften. Inspiration findet List in der Natur. Neben einer Dorfansicht aus der Pfalz oder den Blick auf das Elbufer in Meißen, finden Ortskundige vor allem Gefallen am kleinen Ort Liebschütz, den die Oschatzerin mit Blick vom gleichnamigen Höhenzug aus auf die Leinwand gebannt hat. Der markante Kirchturm ist unverkennbar.

"Für Petra List ist die Kunst eine Art, das Leben zu leben", sagt Eleonore Reichel. Die Leiterin der Oschatzer Stadtbibliothek kennt die Künstlerin seit 48 Jahren und kann deren künstlerische Entwicklung dementsprechend gut nachvollziehen. "Petra schafft es, ihr Temperament stets auf die Leinwand zu übertragen, sie weiß, dass diese Arbeitsfläche vieles tragen, aber nicht alles ertragen kann", würdigte sie in ihrer Laudatio. Die farbenfrohen und kräftigen Acrylbilder der Oschatzerin seien "eine Liebeserklärung an das Leben und an die Schönheit der Natur", so Reichel. Da wundert es auch nicht, dass ihre Bilder etwas größer ausfallen. "Ich muss mich austoben auf der Leinwand", verrät sie.

Am stärksten wirken in der Ausstellung in Mügeln Lists Pflanzenbilder: Die Werke zeigen unter anderem Tulpen, Sonnenblumen und ein Mohnfeld und beweisen: Petra List ist der Natur ganz nah. Nicht selten, so erzählt sie, sei sie mit der Staffelei im Freien unterwegs, gerade jetzt im Frühling und im Sommer, um die Eindrücke sofort festhalten zu können. Porträtiert hat sie aber auch ihre "Freundin" Eleonore Reichel. Ein Zeichen dafür, wie nahe sich beide sind.

iKerstin Globig: "Collagen in Filz", bis 21. Juli in der Galerie Hof Poppitz, Amselweg 1, Sbd./So. 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung; Malerei von Petra List bis 17. August im Rathaus Mügeln, während der Öffnungszeiten, Informationen unter 034362/4100.

Christian Kunze

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